Auf die Affäre der Ex folgten gefährliche Drohung und falsche Beweisaussage: Stein des Anstoßes waren sechs „falsche“ Leiberl und der Wunsch nach einer Aussprache. Nun standen ein 43-Jähriger sowie seine Stieftochter und sein Mitarbeiter in St. Pölten vor Gericht.
Sechs Leiberln ließen bei einem 43-Jährigen im Mostviertel die Sicherungen durchbrennen. Denn es waren nicht seine eigenen. Dennoch fanden sie nach dem Beziehungsende im Umzugskarton den Weg zu ihm. Als untrügliche „Beweismittel“ für die Affäre seiner Verflossenen. „Ich hätte sie einfach wegschmeißen sollen“, erklärt er nun am Gericht in St. Pölten.
Es war der größte Blödsinn und es ist alles auf meinen Mist gewachsen. Die beiden können nichts dafür, sie haben nur mir zuliebe falsch ausgesagt.
Angeklagter beim Prozess in St. Pölten
Dauerberauscht von Alkohol und Wut eskalierte die Situation zwischen dem einstigen Liebespaar zunehmend. Jedes zufällige oder beabsichtigte Treffen endete in einem wüsten Streit. Zusätzlich schickte der Mostviertler der Frau „Grußbotschaften“ in Form von Munitionsfotos (vor dem nächsten Besuch), bombardierte die Ex mit Sprachnachrichten oder verfolgte sie bis nach Hause. So lange, bis sie ihn schließlich anzeigte.
Angeklagter zu Haftstrafe verurteilt
Um einer Strafe zu entgehen, verleitete er sogar einen Mitarbeiter und seine Stieftochter zu Falschaussagen für ein Alibi – was beiden eine Geldbuße einbrachte. Der 43-Jährige fasste wegen gefährlicher Drohung 18 Monate teilbedingte Haft aus. Kurz zuvor war er wegen Sachbeschädigung verurteilt worden. Zum Jahresende hatte er im Schnapsrausch mit seiner Gürtelschnalle eine Motorhaube demoliert.
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