Patrone noch im Lauf

Steirer hantiert aus Jux mit Pistole: Tödlich getroffen

Österreich
21.04.2013 10:23
Ein 38-jähriger Oststeirer hat sich am Samstag als Gastgeber einer Grillfeier versehentlich selbst mit seiner Pistole in den Kopf geschossen und sich dabei getötet. Der Mann dachte, die Waffe sei nicht geladen, hielt sie sich offenbar aus Jux an den Kopf und drückte ab.

Eigentlich hätte es eine Feier mit vier Freunden in einem kleinen Ort südwestlich von Hartberg werden sollen. Eine 20-jährige Zeugin: "Es war gegen halb drei, als auf der Wiese vor dem Haus drei Rehe den Hund wild machten. Daraufhin hat er eine Pistole geholt und in die Luft geschossen."

Die Schusswaffe besaß der 38-jährige Tätowierer illegal, gegen ihn bestand zudem ein Waffenverbot. Danach hantierte er noch mit der nicht registrierten Neun-Millimeter-Pistole. Dabei fielen ihm das Magazin und eine Patrone aus der Waffe.

"Haben geglaubt, es war nur ein Scherz"
Nachdem er die Kugel in das Magazin geschoben hatte, und die Waffe wieder zusammengesetzt war, setzte er sich die Pistole an die rechte Schläfe. Der Oststeirer übersah aber, dass sich bereits eine Patrone im Lauf befand. "Er hat abgedrückt, es hat gekracht - und wir haben einen Moment lang geglaubt, es war nur ein Scherz", schilderte die Zeugin die schreckliche Szene. 

Sekunden später der Schock: Franz K. saß leblos im Gartensessel. Als der Arzt eintraf, lebte er noch fünf Minuten. Dann erlag der 38-Jährige der schweren Schussverletzung. Er hinterlässt zwei Kinder.

Die drei Gäste des Mannes erlitten laut Ermittler Anton Kiesl einen schweren Schock. Alkohol oder Drogen waren keine im Spiel, versicherte der Kriminalist. "Es gibt auch keine Anzeichen auf einen Suizid, im Gegenteil: Der Mann hatte noch Pläne mit seinen beiden Kindern geschmiedet", meinte Ermittler Kiesl. Der Fall sei seitens des Landeskriminalamtes abgeschlossen.

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