Die Gewalt an Schulen wird zu einem immer größeren Problem. Das Land Steiermark hat im Februar mit einem Maßnahmenpaket reagiert, das erste Erfolge zeigt. Trotzdem gab es im neuen Schuljahr schon elf Suspendierungen von Schülern, bei denen Gefahr in Verzug war.
Die Gewalt an Schulen wird zu einem immer größeren Problem. Das Land Steiermark hat schon im letzten Schuljahr ein Maßnahmenpaket präsentiert, das dem entgegenwirken soll. Unter anderem wurde eine Koordinationsstelle gegründet: 42 Fälle wurden dort im heurigen Schuljahr bereits gemeldet (im Vorjahr waren es 62). Zudem wurde an zwölf steirischen Schulen ein Förderunterricht eingerichtet, der speziell auf Schüler abgestimmt ist, die gewaltbereite oder radikale Tendenzen zeigen.
Heuer schon elf Schulsuspendierungen
Seit dem heurigen Schuljahr gibt es zudem die Möglichkeit einer begleiteten Schulsuspendierung: Problemkinder müssen mehrere Wochen der Schule fernbleiben, werden aber von Experten betreut. Bereits elf derartiger Suspendierungen wurden laut Bildungslandesrat Werner Amon (ÖVP) ausgesprochen. Die neue Begleitung zeigt Erfolge, weshalb Landeshauptmann Christopher Drexler das Modell bei der nächsten Landeshauptleutekonferenz (Ende November 2024) auch anderen Bundesländern schmackhaft machen will.
Dort will Drexler auch mit weiteren Forderungen anreisen: Vom Bund fordert er etwa den Ausbau der Schulsozialarbeit und eine Änderung des Eltern-Kind-Pass-Gesetzes, wonach Eltern von auffälligen Kindern die Familienbeihilfe gekürzt werden soll, wenn sie Beratungsgespräche nicht wahrnehmen. Zudem plädiert er auch für einen besseren Informationsaustausch unter den Behörden (Polizei, Jugendschutz und Schulen) und den Abbau der Datenschutzbestimmungen bei gefährlichen oder bereits straffällig gewordenen Jugendlichen.
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