Zuerst geriet der Mitbewohner unter Verdacht, dann gestand der Mann jenes befreundeten Ehepaars, das an jenem Abend im August zu Gast in der WG in Favoriten war, dem Opfer den tödlichen Schlag mit der Wodkaflasche versetzt zu haben. Zuletzt nahm die Ehefrau die Schuld auf sich. Jetzt steht fest: „Kommissar DNA“ konnte im ungewöhnlichen Fall um den getöteten 24-Jährigen nicht helfen.
Die Tötung eines 24-Jährigen im August in einem Wohnhaus in Wien-Favoriten gibt den Ermittlern Rätsel auf. Wie die „Krone“ berichtete, soll es zwischen dem jungen Mann und seinem WG-Mitbewohner zu einem Streit gekommen sein. So schilderte es jenes befreundete Ehepaar, das am Tatabend samt Baby bei den beiden zu Gast war – und später selbst unter Tötungsverdacht geriet.
Die ergebnislose Auswertung der Spuren auf der Flasche bestätigt die Unschuld meines Mandanten.
Anwalt Sascha Flatz vertritt den Ehemann.
Zuerst gestand der Ehemann, dem Opfer im Streit die leere Wodkaflasche, die man zuvor gemeinsam getrunken hatte, auf den Kopf geschlagen zu haben. Der Mann hätte aber noch gelebt, als er mit seiner Familie das Haus verlassen hätte. Der 24-Jährige wurde jedoch wieder aus der U-Haft entlassen, als seine Frau plötzlich den Schlag, der zum Tode führte, gestand.
Zu geringe DNA-Mengen, um diese zuzuordnen
Sichergestellte DNA-Spuren an der Wodkaflasche hätten Aufschlüsse über die mysteriöse Tat liefern sollen – aber Fehlanzeige.
Denn laut Gutachten zum übermittelten Spurenmaterial konnten die auf der Flasche sichergestellten DNA-Spuren weder dem zuerst beschuldigten Ehemann (24) noch seiner gleichaltrigen Frau zugeordnet werden. „Aufgrund zu geringer DNA-Mengen und zu geringer Qualität konnte kein DNA-Profil erstellt werden, das einen Vergleich mit Personen ermöglichen würde“, heißt es in dem forensischen Bericht wörtlich.
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