Ein Jugendlicher (16) lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei durch Salzburgs Fußgängerzonen. Am Müllner Steg stellte sich ihm ein Mann entgegen. Doch der Mopedlenker erfasste ihn mit Absicht. Es ist nur einer von vielen Vorwürfen gegen den 16-Jährigen und vier Gleichgesinnte.
Ein Salzburger zeigte Mut und Zivilcourage und wollte einen Moped-Fahrer auf dem Müllner Steg stoppen. Der Lenker, ein Jugendlicher (16), war gerade der Polizei davongerast und fuhr dazu durch Fußgängerzonen, darunter die reine Fußgänger- und Radfahrer-Brücke im Stadtteil Mülln. Statt zu bremsen, beschleunigte der 16-Jährige noch zusätzlich sein Moped und rammte den Passanten.
Mehr als 100 Straftaten verübt
Mit Absicht, wie all dies aus der Anklageschrift hervorgeht. Der Vorfall hatte sich am 5. Juni zugetragen. Laut Opfer-Anwalt Stefan Rieder hat der couragierte Salzburger nach wie vor, mit komplizierten Knochenbrüchen als Folge des Vorfalls zu kämpfen. Und der Lenker? Der wird sich mit vier weiteren Jugendlichen bald vor dem Strafgericht verantworten müssen: Neben dem Vorwurf der absichtlich schweren Körperverletzung werden den fünf Kleinkriminellen zwischen 16 und 19 Jahren etliche weitere Straftaten angelastet – mehr als 100 Fakten sind in der 64-seitigen Anklageschrift aufgelistet. Der Großteil der Straftaten betrifft Einbrüche in unversperrte Autos. „Aus Langeweile“ zog die Jugendbande in unterschiedlicher Besatzung nachts herum, auf der Suche nach Autos.
In manchen Fällen führten die Jugendlichen Spritztouren durch – manchmal sogar über mehrere Tage. In anderen Fällen stahlen sie Wertgegenstände. Drei der fünf Burschen sitzen in Untersuchungshaft. Alle fünf sind bereits mehrfach vorbestraft.
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