Das Wolfurter Betriebsgebiet „Hohe Brücke“ bekommt ein völlig neues Gesicht. Doch damit steigt langfristig auch das Verkehrsaufkommen. Das Land tüftelt an Lösungen – und hofft auf einen neuen Verkehrsminister.
Im Wolfurter Betriebsgebiet „Hohe Brücke“ wird derzeit fleißig gebaut. Bereits fertiggestellt ist ein Kreisverkehr auf der L41, der das Aus- und Einfahren in Richtung Bahnhof oder in Richtung der Firma Meusburger erleichtert. Wer von der Firma Doppelmayr auf die L41 abbiegen will, ist ebenfalls nicht mehr auf die Gnade der bevorrangten Verkehrsteilnehmer angewiesen, da an der Kreuzung eine Ampel installiert wurde. „Damit der Verkehr besser fließt, wurde zudem die Lkw-Wartespur entlang der L190 Richtung Kreisverkehr Dornbirn Nord verlängert“, erklärt Straßenbaulandesrat Marco Tittler.
Doch nicht nur das Land ist im Betriebsgebiet mit der Umsetzung zahlreicher Projekte beschäftigt: Die Firma Doppelmayr erweitert ihr Gelände, Gebrüder Weiss und Flatz bauen jeweils ein Hochregallager. Und nicht zuletzt steht bis zum Jahr 2028 der Ausbau des Containerterminals, der bereits jetzt aus allen Nähten platzt, auf der Agenda. Eine Verdoppelung der Kapazitäten ist vorgesehen.
Tittler willl Autobahn-Vollanschluss
Das wiederum dürfte für ein noch höheres Verkehrsaufkommen und auch entsprechende Wartezeiten sorgen. Schon länger bemüht sich Landesrat Marco Tittler deshalb um einen Autobahn-Vollanschluss in Wolfurt. Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat das Vorhaben aber durch eine Dienstanweisung auf Eis gelegt: So sei vor dem Ausbau der Autobahnanschlussstelle eine „erweiterte strategische Analyse“ durchzuführen. Zudem gelte es, gewisse Spielregeln einzuhalten – unter anderem dürfe die Autobahn nicht zusätzlich belastet werden.
Um diese Dienstanweisung zu umgehen, wurde zwischenzeitlich geprüft, ob ein Dreiviertelanschluss mit einer zusätzlichen Abfahrt möglich wäre. Doch so recht weitergekommen sind der Straßenbaulandesrat und seine Mitstreiter mit dieser Idee nicht. Nun ruhen die Hoffnungen auf einem neuen Verkehrsminister, der die Dienstanweisung aufheben könnte.
Zwingend notwendig sei auf jeden Fall auch ein Umbau des Kreisverkehrs Dornbirn Nord sowie der Ausbau des Schienennetzes in Richtung Deutschland und der Schweiz.
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