Mit einem innovativen Konzept lassen AUVA und Kages aufhorchen: Am Grazer Unfallkrankenhaus soll bis Ende des Jahres eine neue Erstversorgungsambulanz zur Entlastung der Spitäler entstehen. Erstmals in Österreich wird dabei trägerübergreifend agiert.
Eine bundesweit beispiellose Symbiose gehen AUVA und Kages ein: Zur Entlastung der übervollen Notfallambulanzen soll bis Ende des Jahres am Standort UKH Graz eine neue Erstversorgungsambulanz (EVA) den Betrieb aufnehmen. „Dort wird von Fachpersonal eine Erstabklärung der Patienten vorgenommen – ähnlich wie in der Portalambulanz bei der Kinderklinik“, erzählt Gerhard Postl, Leiter der Notaufnahme am LKH Graz II-West, im Gespräch mit der „Krone“.
Es soll dort unter anderem auch Laborgeräte zur Abklärung der wichtigsten Parameter geben: „Erst wenn wir auffällige Werte sehen, wird der Patient ins Krankenhaus weitergeleitet“, erklärt der Mediziner, der sich von dem neuen Konzept „begeistert“ zeigt. Drei Jahre wird die AUVA die neue Ambulanz leiten, danach sehe man weiter.
Aufgrund des Erfolgs beziehungsweise der großen Notwendigkeit wird die Portalambulanz an der Grazer Kinderklinik übrigens per 1. November wieder aktiviert: „Sieben bis acht Kinderärzte sollen so bis Ende März die Klinik entlasten“, sagt Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl. Die Ambulanz hält freitags von 16 bis zumindest 20 Uhr offen, sowie an Wochenenden und Feiertagen von 12 bis 19 Uhr. Nur schwere Fälle werden weiter an die Kinderklinik verwiesen.
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