31.03.2013 15:00 |

Riesiger Aufwand

US-Abzug aus Afghanistan kostet bis zu 6 Mrd. Dollar

Der für kommendes Jahr geplante vollständige Abzug der US-Truppen aus Afghanistan wird nach Einschätzung der Armee zwischen fünf und sechs Milliarden Dollar (3,9 bis 4,7 Mrd. Euro) kosten. Der Abzug der derzeit noch 68.000 US-Soldaten sei "hinsichtlich des Umfangs und der Komplexität eine der größten Herausforderungen in der Geschichte militärischer Transporte", erklärte der zuständige US-General Steven Shapiro am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP.

Etwa 100.000 Container sowie 25.000 Armeefahrzeuge sind laut Shapiro noch in Afghanistan. Der Großteil werde bis Ende 2014 außer Landes gebracht, nur wenig Material werde den afghanischen Sicherheitskräften überlassen.

Die Gesamtkosten des Anfang 2012 eingeleiteten Abzugs würden ständig neu geschätzt, teilte Shapiro mit. Derzeit gehe die US-Armee von fünf bis sechs Milliarden Dollar aus. Die größte Schwierigkeit besteht darin, dass Afghanistan keinen eigenen Zugang zum Meer hat, sodass Truppen und Ausrüstung über den Land- oder den Luftweg verlegt werden müssen.

Anschläge erschweren Transport nach Pakistan
Die NATO-Truppe ISAF hatte ihr Material lange Zeit in die pakistanische Hafenstadt Karachi verschifft und dann mit Lastwagen über den Landweg nach Afghanistan gebracht. Wegen anhaltender Anschläge der radikalislamischen Taliban auf die Konvois in beiden Ländern wurde die Route aber einige Jahre lang nicht mehr genutzt, bis sie Mitte Februar wieder in Betrieb genommen wurde.

Shapiro formulierte das Ziel, die Route durch Pakistan "maximal" auszuschöpfen. Es würden aber alle zur Verfügung stehenden Wege zu Lande, zu Wasser und in der Luft genutzt. Die Entscheidung darüber werde jeweils auf der Grundlage von Faktoren wie Kosten, Schnelligkeit und Sicherheit getroffen.

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