Aufregung um Red Bulls Boliden in der Formel 1! Hat der Top-Rennstall etwa eine unerlaubte Vorrichtung verwendet? McLaren-Pilot Oscar Piastri ortet jedenfalls einen klaren Regelverstoß: „Wenn es einen großen Unterschied in Sachen Performance gibt, dann wird es natürlich ein paar Fragen geben!“
„Natürlich loten wir die Grenzen des technischen Reglements aus. Das macht jeder und das macht auch die Formel 1 aus“, gibt Piastri laut „motortsport-total.com“ zu. „Aber nach dem, was ich gehört habe, gehört das nicht mehr zum Grenzen ausloten, sondern es bricht sie eindeutig.“
Medienberichten zufolge hatten sich andere Teams bei den Regelhütern gemeldet und einen möglichen Regelverstoß bei Red Bull vermutet. Dabei geht es um eine Vorrichtung im Cockpit, die es erlaubt, das Set-up des Wagens zwischen der Qualifikation und dem Rennen zu verändern. Das ist allerdings strikt untersagt. Konkret soll die Höhe des vorderen Unterbodens mit dem Teil verstellbar sein. Ein Sprecher von Red Bull Racing bestätigte der BBC in Austin die Existenz dieser Vorrichtung. Sie sei aber unzugänglich, sobald das Auto vollständig montiert und betriebsbereit sei. Demnach soll sie auch nicht zum Einsatz gekommen sein.
„Ich habe nicht gehört, an welchem Auto es sein soll oder ob es an überhaupt einem ist, aber es gibt Berichte darüber“, so Piastri. „Und wenn es benutzt wird, dann lotet es nicht die Grenzen aus. Es ist aus dem Graubereich raus und rein in einen schwarzen Bereich.“ Red Bull lenkte nach den Diskussionen mit dem Internationalen Automobilverband FIA jedenfalls ein und nahm Veränderungen am Formel-1-Auto von Weltmeister Max Verstappen und dessen Teamkollegen Sergio Perez vor.
McLaren nun im Vorteil?
Sollte Red Bull diese Vorrichtung genutzt haben, könnten sich die Vorgänge nun positiv in Richtung von McLaren ausschlagen. Vor den letzten sechs Rennen in diesem Jahr liegt Piastri-Teamkollege Lando Norris 52 Punkte hinter Verstappen.
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