DKH Schladming soll zu einer dislozierten Ambulanz des Klinikums Stainach, einem Gesundheits- und Facharztzentrum sowie Wohnungen und Geschäftsräume umgestaltet werden. Kritik kommt jetzt aus der Ennstaler Tourismusregion.
Die Bürgermeister von Schladming, Ramsau und Haus im Ennstal haben eines gemeinsam: Sie gehören keiner Partei an. Dementsprechend leicht fällt es ihnen (sogar in Vorwahlzeiten), Forderungen zu formulieren und Kritik zu üben.
So trat das Trio am Dienstag vor die Presse, um seinen Unmut über die Nachnutzungspläne für das Diakonissenkrankenhaus in Schladming zu formulieren. Dieses soll ja – wie berichtet – künftig eine dislozierte Ambulanz des Klinikums Stainach, ein Gesundheits- und Facharztzentrum sowie Wohnungen und Geschäftsräume beherbergen.
„Notfallversorgung muss bestehen bleiben“
Für die obersteirischen Ortschefs ein „völlig ungenügendes“ Angebot: „Die Belange der Bevölkerung und des Tourismus werden dabei völlig ausgeblendet. Für den Raum Schladming mit 13.262 Einwohnern und 25.000 Gästebetten muss eine 24-Stunden-Notfallversorgung bestehen bleiben – alles andere wäre fahrlässig“, fordern sie unisono.
Geärgert hätte man sich vor allem über den steirischen Gesundheitsfonds: „Leiter Michael Koren hat behauptet, die Pläne wären mit den Gemeinden abgestimmt – das stimmt aber nicht“, sagte Trinker.
Koren weist die Kritik zurück: „Das Haus wird – anders als die Spitäler in Rottenmann und Aussee – von der Diakonie betrieben, diese ist mit den Gemeinden im Austausch. In Schladming wird es eine bedarfsgerechte traumatologische und orthopädische Versorgung geben.“
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