Seit einem Motorrad-Unfall vor sechs Jahren sitzt der Mühlviertler Jakob Lorenz im Rollstuhl. Dank seiner Leidenschaft konnte er heuer die Motorrad-EM der Beeinträchtigten gewinnen. Dazu wurde das Rennen in Le Mans verfilmt festgehalten, die Premiere steigt in Mallorca vor zahlreichen Weltmeistern.
Mut, Leidenschaft und Verwirklichung eines Traums gegen sämtliche Widrigkeiten! Mit jenen Tugenden konnte sich Jakob Lorenz zuletzt einen besonderen Traum erfüllen. Seit einem Motorrad-Unfall vor sechs Jahren sitzt der Feldkirchener im Rollstuhl, was ihn nicht davon abgehalten hatte, dass er sich zum Europameister in der Motorrad-Klasse der Beeinträchtigten küren konnte.
Umstieg auf höhere Klasse
„Der nächste Schritt! Ich hoffe, nächstes Jahr in höhere Klassen umsteigen zu können. Eine Yamaha wird für mich umgebaut, die kann ich bald testen“, sprüht der Vollgas-Junkie vor Tatendrang.
Der bald auch auf der Leinwand eine sehr gute Figur abgeben wird. Bei den Rennen in Rijeka war Regisseurin Elena Rosberg vor Ort, die von den Leistungen in der Handicap-Klasse derart begeistert war, dass sie danach umgehend einen Dokumentarfilm drehen wollte.
„Es war das erste Mal, dass ich gesehen habe, dass es solche Rennen für Menschen mit Beeinträchtigung gibt. Ich war so fasziniert, dass ich das unbedingt teilen wollte“, sagt Rosberg, die dann auf der legendären Strecke in Le Mans mit Lorenz als Hauptdarsteller, der seinen Lebensweg schildert, zu drehen begonnen hatte und dadurch den Film „Le Mans – Racing beyond Limits“ produzierte.
Premiere vor Weltmeistern
„Es war leiwand“, lacht der Mühlviertler, der hofft, dass die Wahrnehmung und Bedeutung seiner Sportart so höher wird. Im Rampenlicht wird er bei den Motorsport-Awards in Mallorca stehen, wo der Film bei der Ehrung der PS-Weltmeister präsentiert wird, ehe die Doku auf Netflix ausgestrahlt werden soll. „Ich hoffe, dabei sein zu dürfen, da ja nur die größten Weltmeister geladen sind“, hofft Lorenz.
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