19.03.2013 17:13 |

"Dreister" Betrug

"Prinz aus Tahiti" fasst in Australien 14 Jahre Haft aus

In Australien ist ein 37-jähriger Mann, der sich als "Prinz aus Tahiti" ausgab, wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Der aus Neuseeland stammende Hohepa Morehu-Barlow habe ein "dreistes und zugleich unkompliziertes System" betrieben, bei dem er Gelder eines Förderungsprogramms veruntreut habe, um damit seinen ausschweifenden Lebensstil zu finanzieren, sagte Richter Kerry O'Brien am Dienstag in Brisbane. Der Angeklagte bekannte sich in acht Punkten für schuldig.

Die Vorwürfe reichen in die Jahre 2007 bis 2011 zurück, als der falsche Prinz als Führungskraft im Gesundheitsamt des Bundesstaates Queensland tätig war. Insgesamt soll er in dieser Zeit 16 Millionen australische Dollar (12,8 Millionen Euro) unterschlagen haben. Der Angeklagte bekannte sich in acht Punkten für schuldig.

Wie die Zeitung "Brisbane Courier-Mail" unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete, handelte es sich dabei um Gelder für Wohltätigkeitsverbände und Gemeindegruppen. Anfangs unterschlug der Mann nur kleine Beträge, doch als dies unbemerkt blieb, erhöhte er die Summen. Der Betrug fiel auf, als ein Mitarbeiter bei einer gefälschten Überweisung misstrauisch wurde.

"Königliche" Signatur
Der "Prinz aus Tahiti" hatte vorgegeben, arbeiten zu müssen, um sein königliches Erbe antreten zu können. In seiner Tätigkeit beim Amt soll er Dokumente mit "HRH" (His Royal Highness - Seine Königliche Hoheit) unterzeichnet haben.

Bei seiner Festnahme 2011 fanden die Ermittler in seiner exklusiven Wohnung mit Meerblick unter anderem eine Uhr der Luxus-Marke Chanel, einen Reitsattel von Hermes und ein Surfbrett von Louis Vuitton.

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