16.03.2013 08:35 |

Leichnam im Museum

Trauerzug für Chavez: Die letzte Fahrt durch Caracas

Nach neun Tagen öffentlicher Trauer ist der Leichnam des verstorbenen venezolanischen Staatschefs Hugo Chavez zu seiner vorläufigen Ruhestätte eskortiert worden. Der mit einer Nationalflagge bedeckte Sarg wurde am Freitag von einer Ehrengarde aus der Militärakademie getragen und anschließend unter Anteilnahme Tausender Menschen bei "der letzten Fahrt des Comandante" durch Caracas ins Militärmuseum gebracht. Der Plan, den Leichnam des Comandante mittels Einbalsamierung für die Ewigkeit zu konservieren, wurde mittlerweile aufgegeben.

Für das Verfahren hätte die Leiche für sieben Monate nach Russland gebracht werden müssen, teilte Informationsminister Ernesto Villegas als Grund für die Aufgabe des Vorhabens mit. Bereits am Mittwoch hatte es geheißen, laut internationalen Experten würde die Einbalsamierung nicht leicht, da die Entscheidung für so ein Verfahren zu spät gefallen sei.

Hunderttausende Venezolaner nahmen Abschied
In den vergangenen Tagen nahmen Hunderttausende Venezolaner Abschied von Chavez, der am 5. März nach fast zweijährigem Kampf gegen den Krebs in Caracas gestorben war. Vor dem Trauerzug für den verstorbenen Chavez hatte sich Interimspräsident Nicolas Maduro am Donnerstag hinter dem Steuer eines öffentlichen Busses für den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlen im April warmgefahren. Der 50-Jährige geht als Favorit in die Wahlen am 14. April, bei denen ein Nachfolger für Chavez bestimmt werden soll. Die offizielle Wahlkampfphase soll vom 2. bis zum 11. April dauern.

Busfahrt als Symbol der Reise zum "Sozialismus"
Die Busfahrt symbolisiere Venezuelas Reise "zum Sozialismus", sagte der frühere Busfahrer Maduro bei seiner Tour. Er arbeitete Anfang der 1990er-Jahre als Chauffeur beim öffentlichen Verkehrsnetz Metrobus, bevor er Chavez traf und in die Politik ging.

Maduro war am Donnerstag mit dem Bus in dem nördlichen Bundesstaat Vargas unterwegs. Dort wurden im Rahmen eines nach Chavez benannten Bauprojekts mehr als 350 Wohnungen eingeweiht und an die Opfer der Flutkatastrophe in Venezuela im Jahr 2010 übergeben. In dem Komplex soll es in Zukunft rund 1.500 Domizile geben, wie das staatliche Fernsehen berichtete.

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