Aufatmen für Pendler: Bis Jahresende werden viele Grazer Baustellen fertiggestellt, die in den letzten Monaten für reichlich Stau und Ärger gesorgt hatten. Von Opernring über die Tegetthoffbrücke bis zu Puchstraße: Thomas Fischer, Leiter des Grazer Straßenamts, gibt einen Überblick.
Der vergangene Sommer verlangte den Autofahrern in Graz einiges an Geduld ab. Vielerorts sprießten Baustellen aus dem Boden und sorgten für Nadelöhre, vor allem im Frühverkehr. Doch schön langsam können die Pendler aufatmen: Zumindest fünf Großbaustellen sollten bis Jahresende fertig sein.
Die besten Neuigkeiten gibt es in der Maiffredy- und der Leonhardstraße – hier konnten bis Schulanfang die brüchigen Gleise repariert werden. Die Straßenbahnlinien 1 und 7 fahren wieder, auch die Autospuren sind freigegeben. Nur noch einen Monat muss man sich am Opern- bzw. Joanneumring gedulden. „Mit Ende Oktober sind hier wieder zwei Spuren befahrbar, nur die Nebenarbeiten werden noch ein bis zwei Wochen länger dauern“, erklärt Thomas Fischer, Leiter des Grazer Straßenamts.
Über die Ringstraßen gelangt man also hoffentlich bald schneller in die Stadt, wo mit der „Innenstadtentlastung“ die größte Offensive gestartet wurde. Bis Ende 2025 entsteht hier eine gänzliche neue Gleisführung für die Straßenbahnen – durch die Neutorgasse zum Andreas-Hofer-Platz und anschließend über die Tegetthoffbrücke in die Annenstraße.
Großprojekt Tegetthoffbrücke in Finalisierung
Jene nach dem Seeoffizier Wilhelm von Tegetthoff benannte Brücke bezeichnet Fischer als „Herzstück der Innenstadtentlastung“. Plangemäß wird diese mit Ende November fertig. Auch Vorbeck- und Belgiergasse folgen – hier wurden gerade noch die Tragwerke für die Brücke zusammengebaut. Die Gleise in der Annenstraße sind erst nächsten Sommer dran.
Eine Entspannung der Stausituation sei also schon bald zu erwarten, sagt Fischer. Trotz Knochenfund wird auch die Puchstraße mit Jahresende pünktlich fertig, mit Ende November der Bau des zweiten Straßenbahngleises in der Triester Straße – bis dahin wendet die Linie 5 noch beim Zentralfriedhof.
„Insgesamt haben wir weiterhin 550 offene Baustellen, da zählen aber auch die kleinen dazu“, erklärt Fischer. Eine davon wird den Autofahrern wohl noch länger erhalten bleiben: In der Elisabethstraße wird den ganzen Winter durchgearbeitet, das Programm sei zu dicht für Pausen, meint Fischer. Freie Fahrt sollte Ende nächsten Jahres gegeben werden können.
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