Wie immer bei Nationalratswahlen hat Oberösterreich ähnlich dem Bundestrend gewählt. Während die Freiheitlichen überall in Oberösterreich zulegen konnten, hat die ÖVP durch die Bank in allen Gemeinden verloren. Die „Krone“ liefert einen Überblick über die Gemeinde-Hotspots der Parteien.
„Oberösterreich ist blau“, hatte FPÖ-Landesparteichef Manfred Haimbuchner schon nach der EU-Wahl Anfang Juni gesagt. Ein Blick auf die Landkarte zeigt heute: Auch nach der Nationalratswahl ist unser Bundesland blau eingefärbt. Die FPÖ konnte in jeder oberösterreichischen Gemeinde zulegen – am meisten in Höhnhart um 23,38 auf 49,25 Prozent. Blaue Hochburg bleibt aber mit 53,26 Prozent St. Georgen am Fillmannsbach.
ÖVP konnte nirgends zulegen
Ganz anders sieht die Lage der ÖVP aus: Die Landeshauptmann-Partei verlor in jeder einzelnen Gemeinde. Den größten Verlust verzeichnete sie in Oberwang, wo sie um 26,13 auf 37,24 Prozent absackte. Selbst in ihrer stärksten Gemeinde, Kaltenberg mit 55,11 Prozent, verlor die ÖVP 22,1 Prozentpunkte. Auch in Walding, dem Heimatort von Staatssekretärin Claudia Plakolm, gab es ein Minus von 9,74 Prozent. In Wolfern, Heimat von LH Thomas Stelzer, verlor man sogar 12,77 Prozentpunkte.
Obertraun bleibt SPÖ-Hochburg
Die gebeutelte SPÖ durfte sich wiederum immerhin in Geiersberg über einen Zugewinn von 7,65 Prozent freuen. In ihrer Hochburg Obertraun (45,87 Prozent) verlor sie 1,14 Prozentpunkte. Für die Grünen war erneut Ottensheim mit 19,12 Prozent die stärkste Gemeinde – sie verloren dort aber auch satte 9,48 Prozentpunkte.
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