11.03.2013 21:53 |

Will Untersuchung

Morales in Wien: "Chavez wurde vielleicht ermordet"

Boliviens Präsident Evo Morales hält es für möglich, dass sein verstorbener venezolanischer Amtskollege Hugo Chavez ermordet wurde. "Er war 58 Jahre und ist so rasch gestorben", sagte Morales am Montagabend vor Journalisten in Wien. Er sei überzeugt, dass es eine Untersuchung des Todes des vergangene Woche verstorbenen Chavez geben müsse, so Morales weiter. Die beiden Staatsmänner hatten eine enge Freundschaft gepflegt.

Früher oder später werde sich herausstellen, ob es sich bei Chavez' Tod um ein Attentat gehandelt habe, sagte Morales. Das sei in solchen Fällen immer so. Auch Kubas ehemaliger Präsident Fidel Castro sei stets um seine Sicherheit bedacht, dennoch habe es Attentatsversuche auf ihn gegeben - das "Imperium" könne schnell zuschlagen, so Morales. "Es ist immer so, wenn Präsidenten oder Gewerkschaftsführer den Mund aufmachen", sagte der bolivianische Präsident.

Wegen Drogenkonferenz in Wien
Morales war anlässlich der jährlichen Versammlung der Unterzeichnerstaaten der UNO-Drogenkonvention in Wien. Bolivien war dem Abkommen im Jänner wieder beigetreten, nachdem beim Verbot des Koka-Anbaus eine Ausnahme für den traditionellen Gebrauch der Pflanze vereinbart wurde.

Die Sonderregelung für Bolivien habe in Wien breite Unterstützung der Mitgliedsstaaten erfahren, sagte Morales. "Aber das heißt nicht, dass das Kokablatt nicht kriminalisiert wird. Unser Kampf wird weitergehen. Wir wollen das Kokablatt von der Suchtmittelliste der Vereinten Nationen nehmen lassen." Die Pflanze, die in Bolivien vor allem von der Landbevölkerung gekaut wird, ist Grundstoff für die Droge Kokain.

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