08.03.2013 17:17 |

Um 150% erhöht

Städtevergleich: Parken ist in Wien am teuersten

Dass die Bürger nicht generell über Parkgebühren abstimmen dürfen, ist bei der Ergiebigkeit dieser Einnahmequellen nachvollziehbar: Österreichs Städte kassieren für das Parken kräftig ab, im direkten Vergleich führen Wien und Linz vor Innsbruck. In der Bundeshauptstadt stieg der Tarif in nur zehn Jahren um 150 Prozent.

Parkgebühren von rund 30 Schilling pro Stunde und Park-Strafzettel von knapp 500 Schilling hätte sich vor der Euro-Einführung im Jahr 2002 wohl kaum ein Österreicher bieten lassen.

Jetzt, 2013, sind diese Tarife Realität: Nach einer Anhebung der Parkgebühren um 150 Prozent ist Wien für Autofahrer das teuerste Pflaster der Republik - 36 Euro kostet ein Vergehen nach dem Parkometergesetz, zwei Euro die Stunde für einen Parkplatz (bis 10 Minuten ist das Parken kostenlos).

"Preissteigerungen beim Parken sind unverschämt"
"Am günstigsten ist das Parken noch in Vorarlberg, auch bei Vergehen wird im Ländle am wenigsten abkassiert", sagt Barbara Kappel, die Wirtschaftssprecherin der FPÖ, zu dem von ihr präsentierten Städtevergleich. Kappel kritisiert die starke Teuerung scharf: "Natürlich wurde in den vergangenen zehn Jahren kein Einkommen um 150 Prozent angehoben - die Preissteigerungen beim Parken sind einfach unverschämt."

Speziell in der Bundeshauptstadt hätte die Gemeinde aber nicht nur aufgrund der Tariferhöhungen, sondern auch mit der Ausweitung der Gebührenzonen einen extremen Anstieg der Einnahmen. Kappel fordert: "Die Kommunen sollen endlich offenlegen, was konkret mit diesem Geld passiert."

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