Das Aus am für Rudolfshütte und Seilbahn zum Weißsee rückt näher. Die Rettung könnte ein Geldgeber bringen, vielleicht sogar noch vor dem Winter. Der Neue muss aber gleich investieren...
Nur mehr bis zum Sonntag werden die Gondeln hinauf zum Weißsee in Betrieb sein. Dann steht die Seilbahn. Aber nicht wie gewöhnlich für Revisionsarbeiten, sondern wohl für immer. Eigentümer Wilfried Holleis hat bekanntlich Anfang der Woche bekannt gegeben, dass er sich sowohl von der Seilbahn im Uttendorfer Stubachtal als auch vom bekannten Berghotel Rudolfshütte trennen will. Der Zeller Hotelier zieht einen definitiven Schlussstrich unter sein 20-jähriges Engagement bei Bahn und Berghotel. Für den Hotelier beliefen sich die Kosten in all den Jahren laut eigenen Angaben auf 25 Millionen Euro.
Neuer Finanzier gesucht, Mitarbeiter gefragt
Für den Fortbestand am Weißsee gibt es aber ein klein wenig Hoffnung. Am Mittwoch ist ein Termin bei Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Stefan Schnöll angesagt. Auch wenn die Landespolitik seit Sommer von den finanziellen Problemen der Bergbahn weiß, das Treffen mit der Politik dürfte das Ende am Weißsee nicht abwenden. Für das derzeit eingestellte Skigebiet Gaißau-Hintersee wurden zwei Millionen Euro bei tragfähigem Konzept und Weiterführung von Haslauer in Aussicht gestellt. Ähnlich könnte es auch am Weißsee kommen.
Eine Übernahme von Seilbahn und Hotel durch die Gemeinde geht einfach nicht. Wir sind an der Bergbahn-Gesellschaft beteiligt, aber wir können und wollen sie nicht führen.
Hannes Lerchbaumer, Bürgermeister Uttendorf
Mithilfe bei der Suche nach einem neuen Eigentümer und Finanzier soll es obendrein geben. Der Neue müsste gleich tätig werden. Ein Betrieb im kommenden Winter würde zumindest 500.000 Euro an Investitionen mit sich bringen.
„Eine Übernahme kommt für uns nicht infrage“, sagt Uttendorf-Ortschef Hannes Lerchbaumer (SPÖ). Die Gemeinde hätte die Betriebe sogar für einen Euro bekommen. „Wir sind keine Seilbahner und Hoteliers, haben andere Kompetenzen.“
Für die derzeitigen Mitarbeiter von Rudolfshütte und Seilbahn gibt es mehrere Optionen. Gastro-Angestellte können in die Holleis-Betriebe wechseln. Für die Seilbahner liegen bereits Angebote von den Kitzbüheler Bergbahnen auf dem Tisch.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.