Die Gründe sind unterschiedlich, die Passiva hoch. 211 Unternehmen rutschten in den ersten drei Quartalen in Salzburg schon in die Insolvenz. Eine alarmierende Steigerung stellen Kreditschützer bei jenen Fällen fest, bei denen die Gläubiger leer ausgehen.
Rezession, geopolitische Risiken und andere Gründe nannten Salzburger Unternehmen, die seit Jahresanfang in Salzburg insolvent wurden. Die Anzahl der Pleitefälle lag in den ersten drei Quartalen laut Kreditschutzverband KSV1870 bei 244. Die Salzburger Landesleiterin spricht von einer moderaten Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,6 Prozent.
Die Fallzahlen aus der Zeit vor der Coronapandemie (219 waren es 366 Fälle) werden heuer voraussichtlich nicht erreicht. Eine alarmierende Entwicklung stellt der KSV1870 in Salzburg bei den gerichtsanhängigen Pleitefällen fest, die gar nicht eröffnet wurden. Österreichweit betraf das zuletzt jeden dritten Fall, in Salzburg aber 39 Prozent der Pleiten.
Überprüfung in zahlreichen Fällen nicht möglich
„Das ist eine Steigerung um 20 Prozent. Die Überprüfung der Insolvenzursachen und der geschäftlichen Gebarung samt der damit einhergehenden Verantwortung unterbleibt“, so Landesleiterin Aliki Bellou. In diesen Fällen gehen die Gläubiger leer aus, kritisiert die Kreditschützerin.
Mit insgesamt rund 180 Millionen Euro Passiva die größte Firmenpleite im Bundesland Salzburg betraf heuer die Windhager Gruppe. Auf den Plätzen folgten die Weiss GmbH und die Haas und Sohn Ofentechnik GmbH mit 14,8 und 11,5 Millionen Euro Passiva.
Insolvenztreiber waren heuer Handel, Bauwirtschaft und Tourismus/Gastronomie.
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