06.03.2013 10:17 |

Über 25.000 Lichter

USA: Bay Bridge als "weltgrößte LED-Lichter-Skulptur"

Die Bay Bridge zwischen San Francisco und Oakland ist seit Dienstagabend Schauplatz der weltweit größten LED-Lichter-Installation. Eigentlich stets im Schatten der berühmten Golden Gate Bridge stehend, lassen nun mehr als 25.000 LEDs die triste Stahlkonstruktion der Brücke in noch nie dagewesenem Glanz erstrahlen. Die "Bay Lights", wie das Projekt des Künstlers Leo Villareal getauft wurde, seien etwas "total Außergewöhnliches", sagte Initiator Ben Davis bei der Eröffnung.

Die Bay Bridge überspannt die Bucht von San Francisco und verbindet die beiden kalifornischen Städte Oakland und San Francisco. Eröffnet wurde die Brücke nur sechs Monate vor der zweiten, weitaus berühmteren Brücke San Franciscos, der Golden Gate Bridge.

LEDS beleuchten Brücke für die nächsten zwei Jahre
Doch spätestens seit Dienstagabend - und rechtzeitig zum 75. Geburtstag der Brücke - sind alle Augen auf die ansonsten farblos wirkende ältere "Schwester" der beliebten Touristenattraktion gerichtet. Auf einer Länge von rund drei Kilometern und einer Höhe von 500 Metern beleuchten nun mehr als 25.000 LED-Lichter die Brücke - jede Nacht für die nächsten zwei Jahre.

Die "Bay Lights" sind die Idee von Ben Davis, Vorsitzender der gemeinnützigen Organisation "Illuminate the Arts". Davis konnte den renommierten Künstler Leo Villareal für das Projekt gewinnen. Villareal, der vor Kurzem zwei hochkarätige öffentliche Kunstinstallationen in New York City kreiert hatte, ist als LED-Künstler weltbekannt. Er arbeitet seit den späten 1990er-Jahren mit Lichtskulpturen.

Einzigartiges Lichtspiel dank eigener Software
Für die "Bay Lights" entwickelte Villareal eine eigene Software, die die leuchtenden Muster und Formationen, die die Brücke von der Dämmerung bis Mitternacht beleuchten, generiert. Inspiriert von Mustern in der Natur und der Umgebung – etwa den Wellen und dem Wind in der San Francisco Bay oder dem fließenden Verkehr über die Brücke – produzieren Villareals Algorithmen einzigartige Lichter-Konfigurationen, die sich während der gesamten zwei Jahre nie wiederholen werden.

Die Gesamtkosten für das Projekt werden von den Betreibern mit acht Millionen US-Dollar beziffert, die durch private Spenden aufgebracht werden. Mehr als sechs Millionen Dollar seien laut der Website des Projekts bereits von einer Vielzahl an Spendern, darunter Yahoo-Chefin Marissa Mayer und Gmail-Entwickler Paul Buccheit, aufgebracht worden.

"Es erinnert uns daran, was schon da ist"
"Ich denke, es macht, was Kunst gut macht: Es erinnert uns daran, was schon da ist", sagte Initiator Davis bei der Eröffnung. "Wenn eine Gemeinschaft aus gemeinsamer Überzeugung zusammenkommt, ist alles möglich. Die 'Bay Lights' sind der Beweis dafür."

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