Österreichs und Deutschlands Fußball-Verband kämpfen vehement um die Dienste von Super-Talent Paul Wanner. Andreas Herzog meint: „Wenn Deutschland ihn haben will, wird es schwer.“
Seit dem 7. Jänner 2022 ist Paul Wanner mit 16 Jahren und 15 Tagen der jüngste Bundesligaspieler des FC Bayern. Sein Vertrag in München läuft bis Sommer 2027. Derzeit ist er an Heidenheim verliehen. Auch dort glänzt der 18-Jährige, der in Dornbirn geboren ist. Die Bilanz des offensiven Mittelfeldspielers, der eine österreichische Mama und einen deutschen Papa hat: Vier Tore & zwei Assists in vier Pflichtspielen.
Teamchef Rangnick hält große Stücke auf Wanner
Österreichs Teamchef Ralf Rangnick hält große Stücke auf Wanner, den er im November 2022 zum Lehrgang rund um die Länderspiele gegen Andorra und Italien einlud. Rangnick: „Wenn er sich für uns entschieden hätte, hätte er für den Rest seiner Karriere für Österreich spielen müssen, deshalb habe ich absolut verstanden, dass er abwarten möchte. Wir haben weiter regelmäßig Kontakt.“
„In Deutschland hat er größere Chancen auf einen Titel“
Der deutsche Bundestrainer Julian Nagelsmann hält dagegen: „Er ist ein Spieler mit sehr viel Potenzial und Tempo, den wir beim DFB fest in unseren Planungen haben.“ Ex-Bremen-Legionär Sebastian Prödl, nun Experte bei Servus TV, sagt: „Die Entwicklung von Paul Wanner wird von seinem Umfeld sehr gut gesteuert. Er ist mit seinen 18 Jahren schon extrem weit. Im deutschen Nationalteam ist der Konkurrenzdruck sicher größer. Aber auch Österreich hat eine sehr gute Mannschaft wie man bei der EURO gesehen hat.“
„Krone“-Kolumnist Andreas Herzog meint: „Der Bursche hat große Qualitäten. Es ist super, dass Österreich um ihn kämpft. Aber wenn Deutschland ihn haben will, wird es schwer.“
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