WWF-Rettungsaktion
Tierschützer wachen mit Drohnen über Elefanten
Die Lebensraumzerstörung, Gier auf Elfenbein und herzlose Wilderer machen Elefanten rund um den Globus das Leben schwer. In Südostasien läuft nun eine neue Rettungsaktion mit viel High-Tech und Einsatzteams an.
Kriminelle Netzwerke machen den Schutz der Elefanten zur internationalen Herausforderung. Um die Wilderei zu stoppen, ist es nötig, die Schutzgebiete der Dickhäuter weltweit auszuweiten und rigoros zu kontrollieren“, sagte WWF-Artenschutzexperte Georg Scattolin zur „Krone“.
Das Tierdrama wurzelt auch darin, dass durch menschliche Siedlungen und landwirtschaftliche Flächen zusehends tropische Wälder und Savannen zerstört werden. Damit schrumpfen die Lebensräume der Elefanten. Das wiederum zwingt die Dickhäuter dazu, Nahrungsquellen in Farmen, Siedlungen und Plantagen zu suchen. Dabei zerstören sie menschliches Hab und Gut und werden aus Vergeltung getötet.
Es ist schön zu sehen, dass unsere Arbeit erfolgreich ist. Das bestärkt uns für ein besseres Zusammenleben von Menschen und Elefanten
WWF-Artenschutzexperte Georg Scattolin zur Kronen Zeitung
„Konflikte mit Menschen sind häufig. Deshalb ist es entscheidend, eng mit der lokalen Bevölkerung zusammenzuarbeiten und auf die wichtigen Funktionen der Elefanten für das gesamte Ökosystem aufmerksam zu machen“, zeigt Scattolin einen Ausweg auf.
Population von 100.000 auf 50.000 halbiert
Seine im wahrsten Sinne des Wortes größten Sorgenkinder sind die frei lebenden asiatischen Elefanten – deren Bestand sich von rund 100.000 zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf 50.000 halbiert hat. Im thailändischen Kuiburi-Nationalpark soll ein Frühwarnsystem aus Echtzeit-Wildtierkameras, Thermo-Drohnen und GPS-Trackern helfen, um die Bewegungen der Elefanten zu verfolgen. Ein mobiles Einsatzteam, das rund um die Uhr zur Verfügung steht, vertreibt die Tiere, wenn sie allzu nahekommen. Dadurch wurden schon erste berührende Ökoerfolge erzielt.








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