Überraschung! Beim ORF ist man ja doch lernfähig: Weil im Vorjahr die „Sommergespräche“ aus dem finsteren „Verhörkammerl“ im Parlament für Spott in den sozialen Netzwerken sorgten, entschied man sich heuer für den Traunstein als Interviewkulisse für ORF-Moderator Martin Thür. Sieht doch gleich besser aus!
An die „Sommergespräche“ von 2023 denkt man wohl im ORF nicht allzu gern zurück – die Idee, im neu restaurierten Parlament zu drehen, erschien zuerst gut, doch man entschied sich nicht für Marmor und Stuck, sondern für ein an die DDR gemahnendes „Verhörkammerl“, das ganz in Braun gestaltet wurde.
Es folgten Spott und Häme im Internet, auch die „Krone“ konnte mit dieser „Atmosphäre“ nur wenig anfangen ...
Doch der ORF zeigt sich lernfähig und drehte Martin Thürs erstes Interview mit Beate Meinl-Reisinger (Neos) im wunderschönen Traunkirchen (OÖ) vor der malerischen Kulisse von Traunsee und -stein. Es soll hier auch die geografische Mitte des Landes sein.
„Sieht doch gleich besser aus!“, werden sich sicher viele Zuschauer heute Abend (21.05 Uhr, ORF 2) vor den TV-Bildschirmen an einen bekannten Werbeslogan erinnern. Wenn schon Zwangsgebühren, dann wenigstens mit Aussicht!
Abgewichen ist man auch davon, die Gespräche länger vorab aufzuzeichnen. Die „Sommergespräche 2024“ werden, um noch Tageslicht nutzen zu können, rund eineinhalb Stunden vor Ausstrahlungstermin geführt und ungeschnitten „live on tape“ gezeigt.
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