Maximilian Foidl ist im Olmypischen Mountainbike-Cross-Country hinter seinen eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Der Tiroler wollte seinen 17. Olympia-Rang von Tokio deutlich übertreffen. Am Ende musste der 28-Jährige früh abreisen lassen und landete auf Platz 22. Der Sieg ging an den Briten Tom Pidcock. Der Favorit setzte sich kurz vor dem Ende mit einer strittigen Aktion gegen den Franzosen Victor Koretzky durch. Nachdem er den Lokalmatadoren bei seinem finalen Angriff gestreift hatte, wurde er mit Buhrufen und Pfiffen eingedeckt.
Pidcock fuhr nach 35,2 km neun Sekunden vor Koretzky über die Ziellinie, von den französischen Fans gab es Buhrufe für den Weltmeister. Der 24-Jährige, der als Straßenprofi nur zeitweise im Gelände unterwegs ist und genauso wie Frauen-Olympiasiegerin Pauline Ferrand-Prevot zum Ineos-Team gehört, triumphierte nach einer erst kürzlich überstandenen Corona-Infektion. Bronze holte sich der Südafrikaner Alan Hatherly (+11 Sek.), Foidl hatte einen Rückstand von 5:04 Minuten.
Hier das Resultat:
Pidcock hatte in der Anfangsphase des Rennens seinen Vorderreifen in der zweiköpfigen Spitzengruppe wechseln lassen müssen und verlor dadurch eine halbe Minute. Nach einer Aufholjagd auf der anspruchsvollen Strecke am künstlich aufgeschütteten Colline d‘Élancourt, der mit einer Seehöhe von 231 Metern die höchste Erhebung der Region Paris darstellt, ging Pidcock gemeinsam mit Koretzky und Hatherly in die achte und letzte Runde. In dieser attackierte Pidcock, es kam zu einem leichten Kontakt mit Koretzky.
Foidl, der in Anlehnung an den Film „Cool Runnings“ wie schon in Tokio ein Ei als Glücksbringer dabei hatte, erwischte unterdessen einen guten Start. Von Position 24 im 36-köpfigen Feld arbeitete sich der Tiroler direkt auf Platz 13 nach vorne. Am Ende der zweiten Runde verpasste der 28-Jährige allerdings den Anschluss an die 13-köpfige Spitzengruppe und verpasste das angepeilte Top-Ten-Resultat deutlich.
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