Fuhr Polizist nieder

Unfalllenker (39): “Kann nicht sagen, wie leid es mir tut”

Österreich
12.01.2013 10:36
"Ich könnte weglaufen, mich in einem Loch verkriechen. Ich kann gar nicht sagen, wie leid es mir tut!" Das sagt ein 39-jähriger Südststeirer, der am Donnerstag betrunken ein Auto gelenkt hatte, in Graz einen Polizeibeamten schwer verletzte und danach einfach weiterfuhr. Dass es ein Mensch war, habe er nicht mitbekommen.

Der Südsteirer aus dem Bezirk Leibnitz arbeitet in Graz und befand sich am Donnerstagabend auf der Heimfahrt. Doch diesmal saß er - wie später der Alko-Test ergeben sollte - mit 1,38 Promille Alkohol am Steuer. "Ich habe private Probleme und deshalb leider zu viele weiße Mischungen getrunken", so der Mann schuldbewusst. 

"Dann hat's auch schon gekracht"
Als der Elektriker gegen 18.30 Uhr auf der Puntigamer Straße stadtauswärts fuhr, sah er schon von Weitem ein Polizeiauto mit Blaulicht - und dass ein Unfall passiert war. Als der neugierige Steirer dann nach links in Richtung Unfallauto sah, geschah das Unglück. "Deshalb bin ich nach links abgekommen, dann hat's auch schon gekracht. Ich hab' gedacht, ein großer Stein wäre gegen die Windschutzscheibe gefallen, und bin weitergefahren", erklärte der 39-Jährige.

Doch bei diesem "Stein" handelte es sich um einen Polizeibeamten, der eine gelbe Warnjacke trug und vom Grünstreifen aus die Unfallstelle vermessen wollte. Der Uniformierte wurde vom Pkw des Steirers erfasst, gegen die Windschutzscheibe und danach auf die Fahrbahn geschleudert, wo er mit einem offenen Bruch des rechten Unterschenkels zu liegen kam.

"Es tut mir leid, aber dafür ist es jetzt wohl zu spät"
Was passiert war, erfuhr der Steirer - laut seinen Angaben - erst, als ihn die Polizei 37 Kilometer südöstlich in Lebring anhielt. "Sie haben mir Handschellen angelegt und dann gesagt, was ich angerichtet habe. Es tut mir leid, aber dafür ist es jetzt wohl zu spät", so der Steirer.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
12.01.2013 10:36
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt