Proteste vor Kongress
Hunderte Festnahmen vor Netanyahu-Rede in den USA
Die Ankündigung von Benjamin Netanyahus Rede vor dem US-Kongress hat einen Proteststurm ausgelöst. Mehrere Hundert Personen sind einen Tag vor dem Auftritt des israelischen Ministerpräsidenten bei Demonstrationen vor dem Parlamentsgebäude festgenommen worden.
Die Demonstranten hätten das zum Gebäudekomplex des Kapitols gehörige Cannon House Office Building zwar legal betreten, teilte die Kapitolpolizei am Dienstag mit. Protest sei in dem Gebäude aber nicht erlaubt.
Organisiert hatte die Aktion nach Medienangaben unter anderem die antizionistische jüdische Organisation Jewish Voice for Peace. Sie sprach von über 250 Verhaftungen bei einer Gesamtteilnehmerzahl von etwa 400 Personen. Die Polizei bestätigt etwa 200 Festnahmen.
Vorwürfe des Völkermordes
Die Demonstranten kritisieren die anhaltende US-Unterstützung für Israel angesichts des Konflikts im Gazastreifen. „Wir sind hier in dem Gebäude, in dem die Mitglieder des Kongresses in den vergangenen neuneinhalb Monaten immer wieder beschlossen haben, die Bomben zu schicken, mit denen Völkermord begangen wird“, schrieb die Organisation auf der Plattform X. In dem Gebäude war es in den vergangenen Monaten bereits zu ähnlichen Protestaktionen gekommen.
Netanyahu will am Mittwoch eine Ansprache vor dem US-Kongress halten. Dabei soll es unter anderem um den seit mehr als neun Monaten tobenden Gazakrieg gehen. Der Besuch des israelischen Ministerpräsidenten in Washington steht im Zeichen der politischen Wirren in den USA nach dem Rückzug von US-Präsident Joe Biden aus dem Präsidentschaftsrennen.
Treffen mit US-Spitzen geplant
Sowohl Biden als auch der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump haben Treffen mit Netanyahu angekündigt. Medienberichten zufolge will sich auch US-Vize Kamala Harris mit Netanyahu treffen.








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