Die Materialkosten der österreichischen Olympia-Sportler im Check: Reiter und Segler brauchen viel Budget.
Olympia ist teuer! 81 Athleten aus Österreich haben in Paris Edelmetall im Visier. Jede der 19 Sportarten, in denen Rot-Weiß-Rot vertreten ist, bringt nicht nur körperliche Voraussetzungen mit, sondern benötigt ja auch bestimmtes Material. Die höchsten Beträge sind im Reitsport im Umlauf. Pferde im Dressur- oder Springbereich überschreiten gerne die Millionenmarke – olympische Tiere sind aber meist für ihre Besitzer unverkäuflich oder der Preis nicht einmal bezifferbar. Jungpferde mit Perspektive erreichen aber vor ihrer Ausbildung schon Summen bis zu 500.000 € – und sogar Embryos mit guten Genen werden im sechsstelligen Bereich gehandelt! Christian Schumachs Olympiapferd „Te Quiero“ ist ein direkter Nachfahre von Rekordpferd „Totilas“. Der mittlerweile verstorbene Hengst wechselte 2010 um rund 10 Millionen Euro den Besitzer.
Bei den Sportgeräten sind die Segelboote ganz oben in der Preistabelle zu finden. Ein 470er-Boot kostet normal um die 35.000 € – unsere Mixed-Starter Lara Vadlau und Lukas Mähr lassen die Kosten mit zahlreichen Spezialanfertigungen bis 60.000 € in die Höhe schnellen, um voll auf Gold loszugehen. Selbst die „kleinste“ Klasse, der iQFoil kostet noch rund 10.000 €. Das Ruderboot von Magdalena Lobnig kommt indes auf stolze 18.000 €, gehört allerdings (wie die Ausrüstung in vielen Disziplinen!) dem Verband. Für ihre Bronzene in Tokio bekam die Kärntnerin ihr Erfolgsboot im Nachhinein geschenkt – eine schöne, seltene Geste.
Ein Kajak inklusive Paddel und Ausrüstung kostet rund 3000 € – davon hat jeder Athlet ein spezielles für den Slalom aus Kohlefaser und eines für den Cross-Bewerb aus Kunststoff. Teuer sind auch die Fahrräder, mit denen unsere Olympioniken antreten. Bis zu 17.000 € kosten die Drahtesel von Marco Haller und Co. – bei den Triathleten kommen noch spezielle Rad-Schuhe (300 €) für einen schnellen Wechsel, ein Neopren-Anzug (1000 €) sowie auch die Laufschuhe (300 €) dazu.
Am Schießstand wird’s auch kostenintensiv. Ein Kleinkalibergewehr ist mit bis zu 6000 € am teuersten. Bei den Bogenschützen ist neben dem Bogen (1500 €) und bis zu 24 Sets an Pfeilen (pro Pfeil 80 €) auch das Zielfernrohr teuer – von Swarovski gibt’s Modelle um bis zu 4000 €.
Beachvolleyballer haben’s am besten
Am günstigsten kommen nicht die Schwimmer davon – die „Badehosen“ kosten bis zu 400 €, weil gar Karbonteile eingearbeitet sind. So haben’s die Beachvolleyballer am besten - bis auf den Ball um etwa 70 € braucht’s nur die Shorts.
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