Die Spielstadt Mini-Salzburg schließt nach rund zwei Wochen wieder ihre Stadttore. Mehr als 6000 Kinder probten bis gestern am Abend wieder spielerisch den Alltag in einer Stadt und das Erwachsensein.
Mama, was brauchst du? Wir sind voll am Arbeiten“ - so reagieren Kinder in der Salzburger Mini-Stadt, wenn die Eltern stören. Seit 1. Juli konnten Kinder von acht bis 14 Jahren im Volksgarten selbstständig ein Zivilleben aufbauen und spielerisch für den Alltag lernen. Fixer Bestandteil der Stadt-Simulation war auch für die Kinder Geld verdienen.
Die Kinder produzierten in den insgesamt 14 Spieltagen unter anderem 14 Tageszeitungsausgaben, 200 Shows auf der Bühne, gaben sich bei 105 Hochzeiten das Ja-Wort und ließen sich auch zweimal wieder scheiden. 150 Kinder wollten nicht einer Angestelltentätigkeit nach gehen, sondern sich selbständig machen.
Während die einen als Unternehmer, Tischler, Metallbauer oder Mediziner für acht „Saletti“ pro Stunde arbeiteten, zog es andere für gleichen Lohn in die Politik. Zwei Bürgermeisterwahlen fanden tatt. Kathi (13) kandidierte in der zweiten Woche als Mini-Stadtchefin und wurde prompt gewählt. „Ich wollte für die Stadt etwas tun“, sagt die Maxglanerin.
Die „richtige“ Stadtpolitik trafen die Jungpolitiker auch. Ihre Wünsche an Bernhard Auinger und Co.: Leistbares Wohnen, mehr Grün und bessere Einbindung von Kindern. Gestern schloss die alle zwei Jahre stattfindende Spielstadt ihre Pforten. Mehr als 6000 Kinder nahmen teil.
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