2 Monate nach Attentat
Slowakischer Regierungschef Fico ist wieder zurück
Vor knapp zwei Monaten entkam der slowakische Regierungschef Robert Fico knapp dem Tod, als er nach einer Kabinettssitzung von einem Mann angeschossen wurde. Nun hat der linkspopulistische Politiker seine Arbeit wieder aufgenommen und sich dafür „entschuldigt“.
„Liebe progressive, liberale Medien und liebe Opposition, ich entschuldige mich dafür, dass ich überlebt habe, aber ich bin zurück“, schrieb Fico am Dienstag in einem Beitrag auf seiner Facebookseite. Dazu veröffentlichte er ein Foto von sich in seinem Büro (siehe unten).
Slowakische Medien berichteten, Fico sei am Dienstag über einen Tunnel zur Kabinettssitzung gelangt, um Journalisten zu meiden. Der 59-jährige Regierungschef war am 15. Mai nach einer Kabinettssitzung in der Kleinstadt Handlova von einem Mann niedergeschossen worden, den Medien als den 71-jährigen Poeten Juraj Cintula identifizierten. Seine Tat begründete er mit Hass auf Fico und die Regierung und verwendete dabei ähnliche Formulierungen wie die liberale Opposition. Der 71-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft. Die Tat wird als „besonders schweres Terrorverbrechen“ behandelt.
Geht mit Krücken, hat viel Gewicht verloren
Nach zwei langen Operationen war Fico Ende Mai aus dem Krankenhaus entlassen worden und am vergangenen Freitag erstmals wieder öffentlich aufgetreten. Dabei ging er mithilfe einer Krücke und hatte sichtbar an Gewicht verloren (siehe Bild oben). In einer Rede bei einer Zeremonie nahe der Hauptstadt Bratislava lobte Fico seinen ungarischen Kollegen Viktor Orbán für dessen umstrittene Reise nach Moskau. Er hätte diesen gern begleitet, wenn sein Gesundheitszustand es zugelassen hätte, sagte er.
Orbán hatte ungeachtet breiter Kritik aus der EU und der Ukraine – wenige Tage nach der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch sein Land – den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau zu Gesprächen über den Ukraine-Krieg getroffen.









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