„Wäre ich gesund“
Fico wäre mit Orbán nach Moskau gereist
Erstmals nach dem Attentat auf ihn hat sich der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wieder öffentlich gezeigt. Dabei kritisierte er eine „liberale Ideologie“ und lobte seinen ungarischen Amtskollegen Viktor Orbán für dessen Reise nach Moskau.
„Wäre ich gesund gewesen, hätte ich mich ihm angeschlossen“, meinte er gar. Es könne „nie genug Friedensinitiativen“ geben, „ohne Frieden ist alles nichts.“ Fico bewundert Orbán laut eigener Aussage dafür, dass dieser sowohl nach Kiew als auch nach Moskau gereist ist, um die jeweiligen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin zu treffen. Der slowakische Ministerpräsident ist für seine Nähe zum russischen Machthaber bekannt (siehe Video oben).
Zustimmung kam auch von der Partei AfD aus Deutschland: „Ungarn geht voran und spricht vom ersten Tag seiner EU-Ratspräsidentschaft mit beiden direkten Konfliktparteien. (...) Die AfD-Fraktion begrüßt, dass nun auf allerhöchster europäischer Ebene die Möglichkeiten eines baldigen Waffenstillstands mit dem Ziel von Friedensgesprächen priorisiert werden“, sagte Außenpolitik-Sprecher Matthias Moosdorf.
US-Regierung besorgt
Das Weiße Haus zeigte sich hingegen „besorgt“. Das Verhalten Orbáns sei kontraproduktiv und trage nicht zum Frieden bei, sagte Sprecherin Karine Jean-Pierre. „Russland könnte diesen Krieg noch heute beenden, indem es seinen Angriff gegen die Ukraine, gegen ihre Souveränität und gegen ihre Demokratie aufgibt.“ Auch EU-Politikerinnen und -politiker hatten das Treffen mit Putin scharf kritisiert.
Der ungarische Ministerpräsident selbst spricht von einer Friedensmission. Er war seit Kriegsbeginn zum ersten Mal in der Ukraine und traf sich am Dienstag mit Selenskyj. Das Treffen mit Putin war am Freitag in Moskau.









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