So, 18. November 2018

Enorme Vielfalt

18.12.2012 10:06

126 neue Tierarten 2011 in Mekong-Region entdeckt

In der Mekong-Region sind im Vorjahr 126 neue Arten, darunter Teufelsfledermäuse, blinde Fische und singende Frösche entdeckt worden. Diese Kuriositäten werden im WWF-Report "Extra Terrestrial" beschrieben, der am Dienstag in Hanoi (Vietnam) vorgestellt wurde. Doch ihr Überleben hängt vom Schutz und dem Erhalt der vielfältigen Natur der sechs Mekong-Länder ab.

Die Region, in der 320 Millionen Menschen leben, reicht vom Hochland von Tibet bis nach Vietnam. Der Mekong rangiert in Sachen Artenvielfalt gleich nach dem Amazonas an zweiter Stelle. Zu den beschriebenen Arten zählt die ausschließlich in Vietnam bekannte Röhrennasen-Teufels-Fledermaus (Bild 3), die ihrem Namen - trotz ihrer Winzigkeit - alle Ehre macht. Eine neue "gehende" Wels-Art wurde in Flüssen der vietnamesischen Insel Phu Quoc entdeckt. Dieser Fisch kann sich mithilfe seiner Brustflossen aufrecht halten und mit schlangenartigen Bewegungen vorwärts kriechen.

Laubfrosch singt wie Vogel
Eine Laubfroschart fasziniert mit einer Stimme, die mehr wie ein Vogel als ein typischer Frosch klingt. Wie alle männlichen Frösche lässt Gracixalus quangi seine Rufe während der Paarungszeit erklingen. Doch statt die Weibchen mit wiederholtem Quaken zu locken, komponiert er immer neue Melodien. Keine zwei Tonfolgen gleichen einander, und jeder einzelne Frosch vermischt darin Schnalz-, Pfeif- und Zwitscherlaute in einer einzigartigen Ordnung.

Das Bemerkenswerte an den Fröschen der Gattung Leptobrachium wiederum sind ihre markant gefärbten Augen. So erkennt man den 2011 im immergrünen Nebelwald Süd-Vietnams entdeckten Yin-und- Yang-Frosch (Bild) an seinen schwarzen-weißen Augen. Unter den Neuentdeckungen von 2011 sind auch 21 Reptilien, darunter die Rubinäugige Bambusotter (Bild 2).

Damm bedroht Südostasiens Lebensader
Doch der umstrittene Xayaburi-Damm, in dessen Bau die österreichische Andritz AG involviert sei, würde die außergewöhnliche Artenvielfalt und Produktivität dieses Flusses bedrohen, der die Lebensgrundlage von über 60 Millionen Menschen darstellt. "Der Xayaburi-Damm würde eine unüberwindliche Barriere für zahlreiche Fischarten darstellen, von denen etliche noch nicht einmal entdeckt sind", bedauert Georg Scattolin, Artenschutzexperte des WWF.

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