In den mehr als 1100 Schulen zwischen Enns und Leitha beginnen heute die Sommerferien. Die „Krone“ weiß außerdem, welche Herausforderungen im Herbst auf die Kinder und Lehrer warten.
Mit einem klaren Plädoyer für die Matura begann Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gestern ihre alljährliche Schulschlussbilanz in St. Pölten. Gerade die beachtlichen Erfolge der Absolventen würden das hohe Niveau der höheren Schulen belegen: „Darum dürften wir diesen Meilenstein in der Bildungskarriere keinesfalls abschaffen!“ Wie berichtet, schlossen 99,3 Prozent der Gymnasiasten im Land die schriftliche Reifeprüfung positiv ab, die Werte für die Fächer Englisch und Mathematik rangieren hauchdünn dahinter. Insgesamt traten in Niederösterreich heuer 7300 Schüler zur Matura an.
AHS-Reife erreichen zwei Drittel der Volksschüler
Aber auch die Leistungen der Jüngsten hob Teschl-Hofmeister hervor: „Heute ist ein Tag für alle Kinder und ihre Eltern, um stolz zu sein!“ Gut 62 Prozent der Volksschüler können mit ihrem Zeugnis nun ein Gymnasium besuchen, so sie das denn wollen. Einen „Vorzug“ haben auch die Mittelschüler erhalten, wo ein Drittel das Jahr mit ausgezeichnetem oder gutem Erfolg abgeschlossen hat. Nur 0,9 Prozent haben heute indes zwei oder mehr „Nicht genügend“ im Zeugnis stehen.
Mehr „Doppel- und Dreifach-Fleck“ gibt es in den 63 AHS- mit 1,9 Prozent und den 90 BMHS-Einrichtungen mit 3,7 Prozent. Bildungsdirektor Karl Fritthum dankte besonders „seinen“ Lehrkräften für ihren Einsatz – und freute sich über das große Interesse, in Niederösterreich zu unterrichten. Trotz bundesweiten Lehrermangels un zuletzt an die 600 Pensionierungen habe es mit tausend Bewerbern rund doppelt soviele Interessenten wie offenen Stellen gegeben. Man muss kein Streber sein, um sich auszurechnen: Alle Plätze besetzt!
Künstliche Intelligenz bringt neue Hürden
Fördern statt verbieten will die Bildungslandesrätin den Einsatz künstlicher Intelligenz im Unterricht, die bereits der Vorwissenschaftlichen Arbeit zu Fall brachte. Ab dem Schuljahr 2024/25 wird es in Niederösterreich 22 KI-Pilotschulen geben, zusätzlich ein Schwerpunkt Kinderschutz und Krisenmanagement eingeführt. Von 19. und 30 August wird auch wieder Sommerschulen geben – an 157 Standorten für 6800 Schüler.
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