Der ÖAMTC kritisiert, dass Reisende immer noch keine Tagesvignette für Sloweniens Autobahnen kaufen können. Dadurch sei am Weg in den Urlaub für viele mit ungerechtfertigt hohen Kosten zu rechnen, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. Slowenien sei nicht nur beliebtes Reiseziel, sondern auch ein wichtiges Transitland für Österreicherinnen und Österreicher, die etwa in Richtung Kroatien fahren. Slowenien widersetze sich mit dem Vorgehen zudem einer EU-Richtlinie.
„Das slowenische Mautsystem kennt nach wie vor keine Tagesvignette. Will man die Autobahn nutzen, muss man daher notgedrungen zur teuren Wochen- oder Monatsvignette greifen, auch wenn man nur wenige Stunden im Land ist“, sagte ÖAMTC-Juristin Ursula Zelenka.
Tagesvignette erst 2030 geplant
Eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und Rats sah vor, dass die slowenische Autobahnbetreiberin DARS d.d bis 25. März dieses Jahres eine Tagesvignette einführen müsste. Dies sei jedoch nicht geschehen. Auf Nachfrage des ÖAMTC habe DARS d.d. hingegen bestätigt, dass eine Umsetzung erst 2030 geplant sei. Für Zelenka ein klarer Verstoß gegen EU-Recht, auf den die Kommission im Sinne des Schutzes der Konsumentinnen und Konsumenten reagieren müsse.
Die E-Vignette für eine Woche kostet in Slowenien für einen Pkw 16, für einen Monat 32 Euro.
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