Der „Krone“-Bericht ist bestätigt: St. Pöltens Landestheater-Intendantin Marie Rötzer folgt Herbert Föttinger im Theater in der Josefstadt nach. Sie wird ab der Saison 2026/27 die erste Direktorin des von Max Reinhardt geprägten Wiener Traditionshauses.
„Das Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Zeitgenössischem“ auszuloten sieht Marie Rötzer als ihre Hauptaufgaben als neue und erste Direktorin des Theaters in der Josefstadt. Was die „Krone“ schon letzten Donnerstag berichtet hat, wurde jetzt offiziell bestätigt: Rötzer, derzeit Intendantin am NÖ-Landestheater, übernimmt 2026/27 die Direktion von Josef Föttinger. Als ihr Kaufmännischer Direktor wurde Stefan Mehrens, derzeit Verwaltungsdirektor am Staatstheater Braunschweig, neu bestellt. Er löst Alexander Götz ab.
Die 56-jährige Rötzer hat sich gegen 22 Bewerbungen durchgesetzt. Ihr Vertrag läuft fünf Jahre. Einen zentralen Schwerpunkt setzt sie auf österreichisches Literaturtheater. Dabei stellt sich ihr die Frage: „Was heißt österreichische Erzähltheater heute?“ Wie geht man mit den Klassikern und etwa dem Frauenbild darin um? - interpretiert das behutsam für die Gegenwart: „Dazu wollen wir die Josefstadt zeitgemäß und mit neuen künstlerischen Formen aufstellen“, so Rötzer.
Sie möchte den österreichischen Kanon mit „Gastspielen und Koproduktionen international“ erweitern. Für die Kammerspiele plant sie „Komödien im Broadway-Style“ und „moderne Theaterformen mit viel Musik und kluger Unterhaltung“ von der Revue bis zum Kabarett. Als Stütze für all das bekennt sie sich zum Ensemble: „Sie sind das Gesicht des Hauses.“ In welcher Form sie es übernimmt, wird jedoch noch entschieden.
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