Was für eine liebe Überraschung für König Felipe und Königin Letizia: Kronprinzessin Leonor und ihre Schwester Sofía crashten das Bankett anlässlich des zehnjährigen Thronjubiläums des spanischen Königspaares, um eine rührende Rede auf ihre Eltern zu halten. Da hatte sogar Papa Felipe Tränen in den Augen!
Wie ein Video, das von spanischen Medien im Internet veröffentlicht wurde, zeigt, nutzten Kronprinzessin Leonor und Prinzessin Sofía die Gunst der Stunde, um ihren Eltern eine wirklich rührende Überraschung zu bereiten.
Prinzessinnen crashten Bankett
Die Prinzessinnen schmuggelten sich am Mittwoch nämlich zu einem festlichen Mittagessen, an dem nicht nur das Königspaar, sondern auch Regierungschef Pedro Sánchez und zahlreiche andere hohe Würdenträger aus Staat und Gesellschaft teilnahmen, um auf ihre Eltern eine emotionale Rede zu halten.
„Mama, Papa, Eure Majestäten ... Tut uns leid, dass wir uns reingeschlichen haben, aber auch wir haben heute etwas zu sagen“, erklärten die Prinzessinnen in ihrer Ansprache.
Und weiter: „Vielen Dank, dass Sie sich uns angeschlossen haben, um uns daran zu erinnern, dass wir in diesen 10 Jahren von unseren Eltern gelernt haben, was die Verpflichtung bedeutet, die wir vier gegenüber allen Spaniern haben. Jetzt möchte ich Sie bitten, gemeinsam mit uns auf unsere Mutter und unseren Vater, unsere Könige, anzustoßen. Denn seit unserer Geburt wurde uns der Wert dieser Institution, der Krone, beigebracht. Mama, Papa, danke!“
Worte, die den spanischen König sichtlich berührten. Felipe hatte nach der kurzen Ansprache seiner Töchter nämlich nicht nur Tränchen in den Augen, ihm fehlten zudem fast die Worte. Da gab‘s natürlich sofort ein Luftküsschen für seine hübschen Mädchen.
Auftritt der Königsfamilie am Balkon
Mit einer Wachablösung der Königlichen Garde haben am Mittwoch die Feierlichkeiten zum 10. Jahrestages der Inthronisierung von König Felipe VI. von Spanien begonnen. Von einem Balkon aus sahen Felipe, Königin Letizia, Thronfolgerin Leonor und ihre Schwester Sofía dem farbenfrohen Militärspektakel zu.
Die rund halbstündige Zeremonie mit viel Pomp, Reitern und historischen Uniformen fand auf der Plaza de la Armería vor dem Königspalast in Madrid statt.
Sechs Maschinen der Kunstflugstaffel der Luftwaffe, Patrulla Águila (Adler-Patrouille), donnerten dabei über den Palast und malten Streifen in den Nationalfarben Rot und Gelb in den Himmel.
Anschließend zeichnete der König 19 verdiente Bürgerinnen und Bürger aus allen Regionen des Landes mit dem Orden Mérito Civil aus, wie im Fernsehen zu sehen war. Sie waren ebenfalls zum festlichen Mittagessen im Königspalast geladen.
Königshaus in der Krise
Felipe war am 19. Juni 2014 inthronisiert worden, nachdem sein Vater, Altkönig Juan Carlos, abgedankt hatte. Das Königshaus befand sich damals wegen Skandalen um Juan Carlos in einer Krise.
Seither hat sich Felipe darum bemüht, das Ansehen der Krone wiederherzustellen. Von seinem Vater, der seit 2020 in Abu Dhabi im Exil lebt, hält Felipe Abstand.
Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Sigma Dos im Auftrag der Zeitung „El Mundo“ zufolge finden knapp 50 Prozent der Spanier, dass die Monarchie heute besser oder sehr viel besser dasteht, als 2014. Zugleich lehnen aber gut 40 Prozent der Befragten die konstitutionelle Monarchie ab.
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