Russischer Besuch

USA schicken ebenfalls U-Boot vor Kubas Küste

Ausland
14.06.2024 08:59

Während Kuba und Russland ihre „ausgezeichneten Beziehungen“ mit einem Besuch von russischen Marineschiffen feiern, die sich in den kommenden Tagen im Hafen von Havanna befinden werden, ist am Donnerstag auch ein U-Boot der US-Streitkräfte in der Bucht von Guantánamo eingetroffen.

Die USS Helena sei im Zuge eines zuvor geplanten Manövers nach Guantánamo Bay geschickt worden, teilte das zuständige Regionalkommando (Southcom) am Donnerstag mit. Es handelt sich demnach um einen „Routinebesuch“.

Archivbild von der USS Helena aus dem Jahr 2008 (Bild: Wikipedia/U.S. Navy)
Archivbild von der USS Helena aus dem Jahr 2008

Bei der Ankunft der russischen Fregatte Admiral Gorschkow waren am Mittwoch 21 Salven abgefeuert worden, wie örtliche Medien berichteten. Auch ein Atom-U-Boot sei vor der Küste gesichtet worden. Grund für den Besuch vom 12. bis 17. Juni ist nach Angaben der kubanischen Regierung die historische Freundschaft zwischen den beiden Staaten. US-Medien schrieben allerdings, Russland plane Militärübungen in der Karibik. In Havanna wurden auch ein russischer Öltanker und ein Bergungsschlepper erwartet. Keines der Schiffe soll laut offiziellen Angaben Atomwaffen an Bord haben.

Einige Schaulustige warteten in russische Flaggen gehüllt auf die Ankunft der Kriegsschiffe. (Bild: APA/AFP/YAMIL LAGE)
Einige Schaulustige warteten in russische Flaggen gehüllt auf die Ankunft der Kriegsschiffe.
Die Ankunft der Admiral Gorschkow in Havanna (Bild: APA/AFP/Yamil LAGE)
Die Ankunft der Admiral Gorschkow in Havanna

USA: Keine Bedrohungslage
Havanna liegt nur rund 170 Kilometer von Key West im US-Bundesstaat Florida entfernt. Nach Angaben der US-Regierung wurden Einsätze der russischen Marine vor Kuba schon in der Vergangenheit beobachtet. Man verfolge die Entwicklungen sehr genau, gehe aber nicht von einer Bedrohungslage aus. Russland werde Derartiges in der Zukunft wahrscheinlich wiederholen. Zur Beobachtung der russischen Schiffe setzte die US-Marine laut der US-Zeitung „Miami Herald“ auch drei Zerstörer, ein Schiff der Küstenwache und ein Seeüberwachungsflugzeug ein.

Außenminister Sergej Lawrow traf sich am Mittwoch in Moskau mit seinem kubanischen Kollegen Bruno Rodríguez. „Wir sind uns einig über den ausgezeichneten Zustand der Beziehungen zwischen Kuba und Russland und die erzielte Stärkung der Wirtschafts- und Handelsbeziehungen, mit der Umsetzung von Projekten in verschiedenen Sektoren“, schrieb Rodríguez auf der Onlineplattform X.

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