Sie stehen Tag und Nacht im Einsatz und opfern, ohne zu überlegen, ihre Freizeit: Die schweren Unwetter und deren Folgen haben wieder gezeigt, dass ohne die Freiwilligen Feuerwehren nichts gehen würde.
4100 Feuerwehrmitglieder aus 204 Wehren aus dem ganzen Land standen seit Sonntag im Bezirk Oberwart im Einsatz. Unterstützt werden sie nach wie vor vom Bundesheer und den Mitarbeiter der Straßenbauämter im handwerklichen Dienst. Ihnen allen gilt in diesen Tagen die größte Hochachtung. Denn, auch wenn die tausenden Einsatzkräfte seit Tagen ihre Familien so gut, wie nicht gesehen haben, fast keinen Schlaf erwischen und an den Grenzen der körperlichen Belastung sind, ist Aufgeben keine Option, betont Alexander Flaschberger, Pressereferent des Bezirksfeuerwehrkommandos, stellvertretend für alle.
Von „Normalbetrieb“ noch keine Rede
Gefordert werden die Florianis im Ernstfall oft, sei es bei Bränden oder Unfällen, aber selbst hartgesottene Feuerwehrleute sind bei den Unwetter-Einsätzen an ihre physischen und mentalen Grenzen gestoßen. „Ich habe so etwas noch nie erlebt“, blickt auch Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Kinelly auf die einsatzreichen Tage zurück. Von „Normalbetrieb“ kann auch in den nächsten Tagen noch keine Rede sein, denn die Aufräumarbeiten werden noch andauern.
Zusammenarbeit ist beispiellos
Bei allem Leid und der extremen Anstrengung gibt es aber auch die besonderen Momente, in denen die gelebte Solidarität selbst die härtesten Feuerwehrleute emotional übermannt. „Diese Zusammenarbeit und die Hilfe untereinander ist beispiellos“, meint Flaschberger, der sich im Namen aller Florianis auch stellvertretend bei den vielen Arbeitgebern für das Verständnis bedanken möchte.
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