Autonomes Fahren ist nicht nur im Individualverkehr auf dem Vormarsch. Auch im Bereich des öffentlichen Verkehrs wird die hochmoderne Technik erprobt und soll ab Juli auch in Klagenfurt unterwegs sein. Aktuell wird die erste Strecke vorbereitet.
Autonomes Fahren soll ab Juli auch in Klagenfurt angeboten werden. Seit Dienstag wird eine Teststrecke über vier Kilometer vom Westbahnhof bis zum Lakeside Park vorbereitet. Das Fahrzeug darf per Gesetz ohne Lenker maximal 20 km/h fahren.
„Bereits 2017 haben wir in Pörtschach mit dem autonomen Fahren begonnen, dieser Shuttle soll nun auch in Klagenfurt verwendet werden“, sagt Walter Prutej von SURAAA (Smart Urban Region Austria Alps Adriatic). „Der Unfall mit Sachschaden, der in Pörtschach passierte, kam beim Einparken vor. Das Parken in Klagenfurt wird künftig voll automatisiert ablaufen, dann kann das nicht mehr passieren.“
Unser Bus wird mithilfe von mehreren Satellitensystemen, Kameras und Sensoren bewegt.
Walter Prutej
China als Vorbild für Klagenfurt
Ein Shuttle kostet 250.000 Euro, finanziert wird der Versuch von der EU. „Unser Bus wird mithilfe von mehreren Satellitensystemen, Kameras und Sensoren bewegt. Er orientiert sich an einer virtuellen Schiene, fährt auf 1,5 Zentimeter genau“, sagt Prutej. Im Fall der Fälle kann eine Sicherheitsperson an Board per Joystick eingreifen.
Ab Juli sollen Fahrgäste mitfahren können. „15 hätten Platz, wir nehmen aber nur neun mit. In China gehört ein autonomer Shuttle längst zum Alltag. Klagenfurt holt jetzt auf.“
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