Der Lehrermangel erfordert große Anstrengungen: Die Stadt weitet das Programm Teach For Austria aus. Insgesamt 25 Fellows sollen ab dem Schuljahr 2025/26 in den Klassenzimmern unterstützen. Der Fokus liegt auf Schulen mit Kindern aus sozialschwächeren Familien.
Durch den Familienzuzug nimmt der Lehrermangel noch einmal an Fahrt auf. Umso wichtiger sind Quereinsteiger. Zurzeit unterstützt die Stadt „Teach For Austria“ bei dem Aufbau des neues Programms für die Primarstufe mit Förderungen in der Höhe von rund 120.000 Euro. Seit 12 Jahren ist die Bildungsinitiative erfolgreich an Wiener Mittelschulen und in Kindergärten im Einsatz. Mit der Volksschule wird ab dem Schuljahr 2024/25 eine Lücke geschlossen. In den ersten beiden Jahren ist der Einsatz von 25 Fellows Fellows in 20 Wiener Ganztagesvolksschulen mit einer hohen Dichte an Kindern aus sozialschwächeren Familien geplant. In Wien sind über 50 Prozent der Schulen dieser Kategorie zugeordnet.
Quereinsteiger sollen mit ausgebildeten Lehrern gleichgestellt werden
Am Anfang werden sie mit einem zweiten Pädagogen in der Klasse stehen, aber schon bald sollen sie eine eigene Klasse haben und als vollwertige Lehrperson angesehen werden. Beim Gehalt gibt es allerdings Abschläge. „Das würde ich gerne ändern, dafür braucht es aber eine Änderung auf Bundesebene“, sagt Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos). In einer viermonatigen Intensivausbildung sollen sie die nötigen Kompetenzen, vor allem auch pädagogische erlernen. Der Auswahlprozess bei Teach For Austria ist streng und erfordert Zeit, deswegen geht es erst im übernächsten Schuljahr los.
An den Volksschulen brauchen wir dringend Lehrpersonal. Initiativen wie „Teach For Austria“ sind da große Stützen. Dabei haben wir vor allem sozial hochbelastete Standorte im Fokus.
Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr
Die Personalknappheit im Herbst löst das also nicht. Wie sieht es da zurzeit aus? „Bislang gibt es mehr Bewerbungen als offene Stellen, was aber nicht bedeutet, dass alle auch brauchbar sind. Im Sommer wird es jedenfalls noch ein Bewerbungsfenster geben. Bis Herbst ist noch alles offen“, so Wiederkehr.
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