„Skandal-Szene bei Zverev-Drama“ – so titelt die deutsche „Bild“ in fetten Lettern. Eine Fehlentscheidung von Stuhlschiedsrichter Renaud Lichtenstein im French-Open-Finale sorgt für Ärger bei unseren Nachbarn.
Was für ein Final-Krimi! Carlos Alcaraz und Alexander Zverev zeigten am Sonntag Weltklasse-Tennis, am Ende setzte sich der Spanier knapp in fünf Sätzen durch und holte seinen ersten Titel bei den French Open. Zverev muss hingegen weiter auf seinen ersten Grand-Slam-Triumph warten. Eine Schiedsrichter-Entscheidung sorgt nach dem Endspiel für jede Menge Gesprächsstoff.
„Diese Szene wirft Fragen auf“, schreibt die „Bild“ und spricht sogar von einem „Skandal“. Beim Stand von 1:2 aus der Sicht von Zverev im fünften Satz erspielte sich der Deutsche zwei Breakbälle. Alcaraz zeigte Nerven und setzte seinen zweiten Aufschlag knapp ins Aus. Doch Stuhlschiedsrichter Lichtenstein korrigierte den Aus-Ruf des Linienrichters. Eine falsche Entscheidung – denn wie TV-Bilder zeigen, war der zweite Aufschlag des Spaniers zwei Millimeter im Aus.
Kein Hawk-Eye
Am Ende brachte Alcaraz sein Aufschlagspiel doch noch durch. Großes Pech für Zverev - anders als bei den anderen großen Turnieren wird bei den French Open nicht das Hawk-Eye verwendet. „Am Ende des Tages ist es natürlich ein Riesenunterschied, ob du 1:3 im fünften Satz hinten bist oder es 2:2 steht und dann das Match nochmal offen ist. Aber es ist, wie es ist. Schiedsrichter sind auch nur Menschen – und die machen Fehler“, so Zverev, der jedoch auch betont: „In Situationen wie dieser hofft man, dass es keine Fehler gibt.“
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