„Fordern nicht nur“

Wink in Richtung Politik: Kammer senkt Beiträge

Oberösterreich
13.06.2024 14:00

Parkplätze unter die Erde verlegt, das Haus erweitert und modernisiert! Um 37 Millionen Euro baute Wirtschaftskammer Oberösterreich ihre Zentrale in Linz um. Dort wurde wurde am Mittwoch eine weitere Beitragssenkung fixiert – eine Erleichterung für Firmen, vor allem aber ein Fingerzeig in Richtung Politik.

Zuerst gab’s Führungen und Workshops, zuletzt sogar schon zwei Großveranstaltungen! Knapp sechs Wochen nahm sich die Wirtschaftskammer Oberösterreich für die Eingewöhnungsphase in der umgebauten Zentrale in Linz Zeit. Am Mittwoch stieg die offizielle Eröffnung.

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Vor dem Umbau haben wir an unserer Organisation gearbeitet. Wir haben vieles umgestellt, Abteilungen zusammengelegt. Wir haben uns eine klare Zielsetzung gegeben, um bei den großen Veränderungen durch Digitalisierung, Ökologisierung und Arbeitskräftemangel Antworten zu liefern.

Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer OÖ

„Ich wollte ein Haus schaffen, das emotional und fachlich die Heimat aller Unternehmer ist“, betont Präsidentin Doris Hummer, „es ist nicht nur alles modern und schön, sondern man spürt sofort einen anderen Spirit.“

Gebäude ist denkmalgeschützt
37,2 Millionen Euro wurden investiert, um das denkmalgeschützte Gebäude und dessen Außenflächen zu modernisieren. Ergebnis: Es gibt jetzt mehr Platz in der Tiefgarage, mehr Grün im Hof, drinnen offene Besprechungszonen, Meeting- und Seminarräume, sowie ein Café & Bistro namens Felix.

Auf viele Details kam es an – ob im Talent-Space oder im Jungunternehmer-Bereich.
Auf viele Details kam es an – ob im Talent-Space oder im Jungunternehmer-Bereich.(Bild: Krone KREATIV/Markus Wenzel (2))

Details sind Trumpf: Neben Beratungskojen hängen die Fotos der letzten Jungunternehmerpreis-Gewinner auf einer Wall of Fame; im Talent-Space, den 10.000 Jugendliche pro Jahr besuchen sollen, wurde unter anderem sogar eine Kälte- und Wärme-Kammer eingerichtet.

Verzicht auf 2,5 Millionen Euro an Beiträgen
Sparen und investieren, lautet das Motto. Daher wurde gestern eine weitere Reduktion der Kammerumlage 2 beschlossen. Hummer: „Wir fordern nicht nur von der Politik die Senkung von Lohnnebenkosten, sondern liefern auch, indem wir es selbst tun.“ 2,5 Millionen Euro werden so ab dem Jahr 2025 insgesamt weniger an Beiträgen eingehoben.

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