Ein gewalttätiger Serbe soll mehrfach seine Frau misshandelt haben. Nun wurde er wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung zu einer teilbedingter Geldstrafe verurteilt.
Mehr als zehn Jahre dauerte das Martyrium der 49-jährigen Noch-Gattin. Sie musste Schläge einstecken und wurde gewürgt. Einmal habe ihr der gewalttätige Ehemann mit einem Stück Brot ins Gesicht geschlagen und gedroht, sie beziehungsweise den gemeinsamen zehnjährigen Sohn umzubringen, sollte sie zur Polizei gehen. Das sind die Schilderungen einer Frau, die während ihrer gerichtlichen Einvernahme am Freitag in Feldkirch immer wieder in Tränen ausbricht.
Doch objektive Beweise für die Gewalttaten hat das Opfer nicht. Fotos, auf denen die zugefügten Verletzungen wie Hämatome zu sehen sind, hat sie angeblich von ihrem Handy gelöscht. „Warum, weiß ich nicht“, sagt die Serbin. Doch sieben Polizeieinsätze und fünf Wegweisungen des Angeklagten in der Vergangenheit werfen auf den Noch-Ehemann kein gutes Licht.
„Im Jahr 2017 war ich mit meinem damals dreijährigen Sohn sogar eine Zeit lang in einem Frauenhaus untergebracht“, berichtet das Opfer und legt dem Gericht eine Bestätigung vor. Nach dem jüngsten Vorfall im November wollte die Serbin die Scheidung einreichen. Da soll der Serbe die 49-Jährige in der gemeinsamen Wohnung im Unterland an den Armen gepackt und sie anschließend gewürgt haben. Auch bei diesem Angriff soll er ihr gedroht haben, sie umzubringen.
Am Ende reicht für Richterin Lisa Pfeifer das Substrat für eine Verurteilung wegen fortgesetzter Gewalt aber nicht aus. Grund: Das Opfer hatte in der Verhandlung angegeben, im Jahr nur wenige Male geschlagen, gewürgt und bedroht worden zu sein. So spricht die Frau Rat den Serben wegen des Vorfalls im November vergangenen Jahres schuldig und verurteilt ihn wegen Körperverletzung und gefährlicher Drohung zu einer teilbedingten Geldstrafe in Höhe von 3600 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.