Mi, 26. September 2018

Crash in Vorarlberg

26.10.2012 15:16

Skirennläufer Björn Sieber bei Unfall tödlich verunglückt

Der Vorarlberger ÖSV-Läufer Björn Sieber ist am Freitag bei einem Autounfall in seiner Heimatgemeinde Schwarzenberg im Bregenzerwald tödlich verunglückt. Sein Bruder wurde schwer verletzt. Der Kleinbus mit den beiden Brüdern war rund 74 Meter einen Abhang hinuntergestürzt, informierte die Vorarlberger Polizei.

Die beiden Männer waren mit ihrem VW-Bus in der Parzelle Klausberg auf einer schmalen Straße gegen 12.35 Uhr talwärts unterwegs, als ihnen ein anderer Kleinbus entgegenkam. Die beiden wichen daraufhin aus, dabei kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab und stürzte über den Hang.

Vermutlich nicht angeschnallt
Vermutlich waren beide Insassen nicht angeschnallt, denn beide wurden bei dem Absturz aus dem Wagen geschleudert, so die Polizei. Für den 23-jährigen Europacup- und Weltcupläufer kam laut Angaben der Exekutive jede Hilfe zu spät, Sieber sei sofort tot gewesen. Sein Bruder wurde mit schweren Verletzungen ins Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert. Wer von den beiden Brüdern den Kleinbus lenkte, steht noch nicht fest. Dazu wurden Untersuchungen eingeleitet.

In der Infobox findest du Rektionen auf den Tod von Björn Sieber sowie einen Steckbrief des Vorarlbergers. Auf Siebers Homepage kannst du außerdem Kondolenzeinträge erstellen.

Bestürzung im Weltcup-Zirkus
Die Nachricht vom Tod Siebers hat Athleten, Trainer und Funktionäre in einen Schockzustand versetzt. Die für Freitagnachmittag geplant gewesene Pressekonferenz von Marcel Hirscher und Co. wurde abgesagt. ÖSV-Verbandsboss Peter Schröcksnadel bestätigte, dass die Rennen im Ötztal trotz des Todesfalls programmgemäß über die Bühne gehen sollen. "Eine Absage wäre ganz sicher nicht in Björns Sinn", meinte der Tiroler. Die ÖSV-Frauen und -Männer werden am Samstag und Sonntag mit Trauerflor an den Start gehen.

Der ÖSV stellt seinen Athleten frei, ob sie am Sonntag ins Rennen gehen wollen. Es ist jedoch gemäß Einschätzungen von Sportdirektor Hans Pum und und Heeren-Cheftrainer Mathias Berthold mit keinen Startverzichten zu rechnen. "Wie ich Björn gekannt habe, würde er wollen, dass wir fahren. Wir werden auf jeden Fall für Björn fahren und fighten", meinte Berthold.

Sieber hatte zuletzt die ÖSV-interne Qualifikation für den Saison-Auftakt-Riesentorlauf in Sölden bestritten, das Ticket aber verpasst. Im Junioren-Bereich war Sieber Riesentorlauf-Vize-Weltmeister 2009 und Super-G-WM-Dritter 2008. Im Weltcup war Platz sieben in der Super-Kombination 2011 in Bansko sein bestes Ergebnis, bei der WM 2011 belegte Sieber in der Super-Kombi Rang 13.

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