Fr, 22. Juni 2018

Holz, Gas, Strom, Öl

23.10.2012 09:38

Heizen: Wie du am günstigsten durch den Winter kommst

Der Verein für Konsumenteninformation veröffentlicht pünktlich zu Beginn der Heizsaison Tipps und Informationen rund um die vielfältigen am Markt verfügbaren Energieformen und deren Effizienz. Hier erfährst du, wie du Heizkosten sparst und so am günstigsten über den Winter kommst.

Die günstigsten Heizformen
Laut VKI ist das klassische Heizen mit Holz die günstigste Variante – wenn man die Unbequem­lichkeiten wie Selbstabholung ab Wald oder Bauernhof sowie händisches Nachlegen in Kauf nehmen möchte. Da ist man schon ab 3,64 Cent pro kWh dabei – vorausgesetzt, man verfügt über eine neue, effiziente Heizanlage (Stand Mitte September 2012). Eine Pellets-Zentralheizung ist schon deutlich teurer: 5,82 Cent. Die gängigen Heizformen Erdgas oder Heizöl können da nicht mithalten, mit 7,65 bzw. 10,72 Cent sind sie bereits deutlich teurer, selbst wenn man über einen Brenn­wertkessel verfügt.

Und was ist mit Strom?
Heizen mit Strom ist ent­schieden das kostspieligste Unterfangen: Die 18,37 Cent für Tagstrom sind einsame Spitze. Die elektrische Energie steht aber auch für eine Billigvariante: Mit einer Erd­wärmepumpe kommt man schon mit 3,75 Cent pro kWh aus (Mischstromtarif). Aller­dings handelt es sich dabei streng genom­men nicht um eine Elektroheizung. Die Erd­wärme steht ja kostenlos zur Verfügung, sie wird von der Wärmepumpe komprimiert und in die Innenräume transportiert.

Der Markt für Brennstoffe
Bei der preislichen Entwicklung ist nur mehr eine mäßige Aufwärtsbewegung zu bemerken. Der Heizölpreis stieg nur mehr moderat, Pellets- und Gaspreise gingen sogar leicht zurück. Was dagegen teurer wurde, ist die Fernwärme: Der Preis stieg von 9,51 Cent/kWh auf 10,13 Cent. Günstiger werden kann es nur, wenn das Wohngebäude annähernd Niedrigenergiestandard erfüllt (Energieverbrauch weniger als 50 kWh pro Quadratmeter und Jahr) und alle Hausparteien einer Anderstarifierung zustimmen.

Sparen ohne Energieformwechsel
Auch wer seine Heizanlage nicht austauschen kann oder will, kann sparen. Allein eine Reduktion der Raumtemperatur um ein Grad bringt eine Energiekostenersparnis von sechs Prozent.

Weitere Spartipps des VKI:

  • Tipp 1 - Raumtemperatur
    Für Wohn- und Arbeitsräume werden maximal 22 Grad empfohlen, während der Nachtstunden um gut fünf Grad weniger. Bei Abwesenheit bis zu zwei Tagen sollte der Thermostat auf 15 Grad, bei längerer Abwesenheit auf zwölf Grad eingestellt werden.
  • Tipp 2 - Heizkörper und Vorhänge
    Heizkörper sollten nicht verkleidet, mit Möbeln zugestellt oder mit Vorhängen verdeckt werden. Ein nachts geschlossener Rollladen kann die Wärmeverluste über das Fenster um bis zu 20 Prozent verringern.
  • Tipp 3 - Nicht beim Fenster hinausheizen
    Löcher und Ritzen in der Mauer sowie Fensterrahmen abdichten, damit die beheizte Luft länger im Raum bleibt.
  • Tipp 4 - Dauerlüften ist Energieverschwendung
    Wirksamer als dauerhaft gekippte Fenster ist Stoßlüften: die Fenster ganz öffnen und fünf bis zehn Minuten kräftig durchlüften.
  • Tipp 5 - Moderne Thermostate
    Der Einsatz moderner Thermostate kann etwa zehn Prozent Energieersparnis bringen, denn je genauer ein Thermostatventil die Raumtemperatur einhalten kann, desto geringer ist der Energieverbrauch. Programmierbare Thermostate heizen nur zu den eingegebenen Zeiten auf die gewünschte Temperatur.
  • Tipp 6 - Regelmäßige Wartung
    Die Heizung sollte regelmäßig gewartet werden. Weiters müssen Rohre und Heizkörper immer wieder entlüftet werden, spätestens dann, wenn der Heizkörper "gluckert" oder trotz aufgedrehtem Ventil nicht mehr richtig warm wird.
  • Tipp 7 - Hydraulischer Abgleich
    In vielen Heizungssystemen bekommen die am weitesten vom Wärmeerzeuger entfernten Heiz­körper nicht genügend Heizwasser und können die Räume nicht wunschgemäß heizen. Deshalb wird oft die Leistung der Heizung oder die Leistung der Umwälzpumpe erhöht. Das Ergebnis: ein unnötig hoher Verbrauch an Wärme und/oder Strom. Beim hydraulischen Abgleich, der auch bei bereits bestehenden Anlagen durchgeführt werden kann, wird die Wärmeverteilung so eingestellt, dass alle Heizkörper gleichmäßig mit Heizwasser versorgt werden. Die gesamte Heizungsanlage kann dann mit einem um bis zu 15 Prozent höhe­ren Nutzungsgrad arbeiten.

Details zu den Energieformen und deren Kosten erfährst du in der November-Ausgabe des Magazins "Konsument" vom VKI.

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