Schriftstellerin Elfriede Jelinek hat eine weitere Auszeichnung bekommen. Sie erhielt das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. „Elfriede Jelinek hat mit ihrem Werk hohe Wellen geschlagen“, sagte Bundespräsident Alexander Van der Bellen.
„Sie hat dem Land einen Spiegel vorgehalten, sie hat polarisiert, sie wurde geschmäht und ist sich dennoch in einer Beharrlichkeit treu geblieben, die höchste Anerkennung verdient“, führte der Politiker weiter aus. Die 77-jährige Schriftstellerin wurde in der Steiermark geboren und lebt heute in Wien und München. Für ihre Werke wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Literaturnobelpreis (2004), dem Nestroy-Theaterpreis und dem Georg-Büchner-Preis. Seit vergangenem Jahr ist die Künstlerin auch Ehrenbürgerin der Stadt Wien.
„Nestbeschmutzer“-Diskussion
Einer ihrer bekanntesten Romane ist „Die Klavierspielerin“ (1983), weitere Werke sind etwa die Dramen „Ein Sportstück“ (1998), „Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte oder Stützen der Gesellschaften“ (1977) und „Winterreise“ (2011). Jelinek schreibt gegen Missstände im öffentlichen, politischen, aber auch privaten Leben der österreichischen Gesellschaft. Ihre Themen und ihr Stil brachten ihr unter anderem den Vorwurf ein, Österreich „zu beschmutzen.“ Gegnerinnen und Gegner versuchten immer wieder, Aufführungen von Jelineks Theaterstücken zu verhindern.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.