27.09.2012 07:11 |

IMAS-Umfrage

Stronach als Senkrecht-Starter vor NR-Wahl

Selfmade-Milliardär Frank Stronach präsentiert am Donnerstag mit einem großen Spektakel sein "Team für Österreich". Laut einer neuen IMAS-Erhebung hat die neue politische Bewegung allen Grund zum Optimismus - denn die Umfragewerte bei der aktuellen Sonntagsfrage zur Nationalratswahl 2013 liegen schon zum Start im zweistelligen Bereich.

Laut den IMAS-Meinungsforschern schöpft das "Team Stronach für Österreich" bei der Umfrage von jenen Wählern, die mit den fünf derzeitigen Parlamentsparteien wenig bis gar nichts anfangen können, den Rahm ab. Insgesamt sind das 15 bis 17 Prozent der Wahlberechtigten, von denen Stronach "ganz sicher zehn bis zwölf Prozent für sich gewinnen kann". Der Rest entfällt auf Kommunisten, Piraten etc. Diese laut IMAS zehn bis zwölf Prozent für Stronach decken sich übrigens mit den Umfragewerten anderer Meinungsforschungsinstitute.

Jeder Dritte sagt, er könnte ihn wählen
Noch größer ist die Zustimmung zu Stronach auf die Frage, ob es vorstellbar sei, den Mann zu wählen. Darauf antworten 30 Prozent (fast jeder Dritte) mit einem mehr oder weniger klaren "Ja". 32 Prozent sagen laut IMAS, es sei positiv, dass einer wie Stronach "in der Politik mitmischen wird".

SPÖ-ÖVP-Koalition auf einem Tiefststand
Gegenüber früheren Umfragewerten von SPÖ und ÖVP sind die beiden Regierungsparteien nicht zuletzt wegen des Antretens von Stronach und dem eigenen desaströsen Auftreten in Sachen U-Ausschuss auf einem Umfrage-Tiefststand angelangt. Rot und Schwarz verlieren gegenüber der letzten Nationalratswahl jeweils rund drei Prozentpunkte, zusammen ginge sich eine regierungsfähige absolute Mehrheit wahrscheinlich gar nicht mehr aus.

Auch Opposition schwächelt ordentlich
Nicht viel besser geht es den Oppositionsparteien FPÖ, Grüne und BZÖ: Heinz-Christian Strache ist mit seiner Truppe in die Nähe des Ergebnisses der letzten Nationalratswahl (17,5 Prozent) abgesackt. Straches Wunschergebnis von 30 Prozent und mehr scheint in weite Ferne gerückt. Unter Wählerschwund leidet auch das BZÖ, wobei hier ebenfalls eine Absetzbewegung zu Stronach offensichtlich ist. Was die Grünen betrifft, punktet Stronach bei deren EU-Skeptikern, sonst würde Grün wohl nicht auf so niedrigem Niveau stagnieren.

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