Die wenigsten sitzen nur im Hörsaal: 70 Prozent der Studierenden an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz sind nebenbei berufstätig. Rund ein Drittel jobbt bis zu 15 Stunden pro Woche, im Schnitt sind es 21,2 Stunden.
Das ergibt eine IMAS-Studie für die Studierendenvertreter der ÖH. „Die JKU ist per se eine Berufstätigen-Uni“, so Forscher Paul Eiselsberg, der mehr als 2500 Kommilitonen online befragte.
41 Prozent brauchen Job für Finanzierung
Die Berufstätigkeit hat meist finanzielle Gründe: 55 Prozent geben als Motivation eine Aufbesserung des Budgets an, für 41 Prozent ist der Job sogar notwendig, um das Studium zu finanzieren.
Dabei dürfte auch die Teuerung eine Rolle spielen: „In der Mensa hat man das stark gemerkt“, sagt ÖH-Vorsitzender Philipp Bergsmann. Die Portionen seien vorübergehend kleiner geworden, die Preise teurer. Derzeit kostet ein Menü 5,90 bis 7,20 Euro.
Mix aus Online und Präsenz
Auch das Thema Digitalisierung wurde abfragt: Reine Online-Vorlesungen wie in Pandemie-Zeiten wünschen sich die Studierenden nicht zurück. Gefragt ist vielmehr ein Mix aus Präsenzlehre und digitaler Unterstützung. Und Künstliche Intelligenz wie ChatGPT werde recht unterschiedlich verwendet, meint Bergsmann: „Es gibt Lehrende, die aktiv damit arbeiten, andere verwehren sich dagegen.“
Die ÖH fordert eine bessere Vereinbarkeit von Studium und Beruf sowie mehr digitale Angebote, etwa Online-Lernunterlagen.
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