Operiert werden sollte am 20. August in der Unfallchirurgie des Krankenhauses eigentlich nur die kaputte rechte Hüfte. Doch im Vorfeld soll die Patientin auch über Schmerzen in der linken Hüfte geklagt haben, berichtete das LKH am Sonntag.
Außerdem sei der Bruch der rechten Hüfte kaum am Röntgen zu sehen gewesen. Letztlich verzichtete die Chirurgin auch noch auf die Checkliste und setzte den Marknagel fälschlicherweise in die linke Hüfte. Erst zum Schluss fiel der Fehler auf, und das Team operierte auch noch die tatsächlich gebrochene Hüfte.
"Das Ganze tut uns leid"
LKH-Direktor Gernot Brunner gestand, dass Fehler passiert seien: "Das Ganze tut uns leid, der Patientin geht es jetzt aber den Umständen entsprechend wieder gut." Er strebe eine außergerichtliche Einigung an, denn die 84-Jährige soll entschädigt werden.
Ein externer Sachverständiger untersuche den Fall, das LKH habe auch die Staatsanwaltschaft informiert. Der LKH-Direktor will nach diesem Fehl-Eingriff auch noch untersuchen, warum die Checkliste nicht bei allen Operationen verwendet wird: "Das muss sich ändern."
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