Ein Lkw-Verkehrsrätsel

Just Bahn-Aktivist ist für Straßenausbau in Gmünd

Niederösterreich
03.04.2024 06:00

Viele Unternehmen florieren in der Stadt Gmünd, die direkt an der Grenze zu Tschechien liegt. Der massive Lkw-Verkehr ginge an die Belastungsgrenze von Bürgern und Infrastruktur, meint Gerald Hohenbichler. Der Firmenerfolg wird aber scheinbar im Schwerverkehr nicht abgebildet, denn weder die Stadtchefin noch Zahlen aus dem Büro des Verkehrslandesrates machen dies nachvollziehbar.

Die Gleise sind schon längst verwachsen – von Weitem kann man nur noch teilweise erahnen, dass dort entlang der Grenze vor zig Jahren eine Schieneninfrastruktur gebaut wurde. Der Frachtverkehr in der Waldviertler Stadt Gmünd fährt trotz des großen wirtschaftlichen Erfolgs der Unternehmen vor Ort aber nicht wieder auf der Schiene, wie sich das auch Pro-Franz-Josefs-Bahn-Aktivist Gerald Hohenbichler wünschen würde.

Ausbau der Straße sinnvoll
Aber nicht nur vom Wirtschaftswachstum, sondern auch vom Transit würde Gmünd eine Menge Schwerverkehr abbekommen. Daher fordert just der Bahnbefürworter vor allem den Ausbau des Straßennetzes. Denn auch ihm sei klar, dass es derzeit so gut wie unmöglich ist, den Frachtverkehr wirksam auf die Schiene zu verlagern.

Massive Belastung auf beiden Seiten der Grenze
Hohenbichler ortet mittlerweile eine massive Belastung durch den Nicht-Ausbau von Straßen sowohl auf österreichischer als auch tschechischer Seite, nur dadurch ließe sich aber die Lkw-Lawine von den Anrainern fernhalten. Denn der Schwerverkehr würde auch die Fahrverbote in beiden Ländern ignorieren, die Straßen unter der Last der tonnenschweren Fahrzeuge zusammenbrechen. Lärm und Abgase seien nicht nur in seinem Heimatdorf Breitensee, durch das die Bundesstraße führt, ein Thema.

Erfolgreiche Unternehmen im Wirtschaftspark
Auch der grenzüberschreitende Access-Industrial-Park bereitet ihm Sorgen, weil dort große Firmen noch stark expandieren würden. Dort, in der Nähe des Zivilschutzzentrums, ist auch eine neue Fischzucht mit einer Jahresproduktion von 3000 Tonnen Lachs geplant. Für Hohenbichler ist aber nur schwer vorstellbar, dass die schmale Straße noch mehr Lkw aufnehmen kann.

Kein Problem für Stadtchefin und Landesrat
Bürgermeisterin Helga Rosenmayer konnte bisher noch keine großen Verkehrsbelastungen wahrnehmen. „Soweit ich weiß, ist es für die Behörden derzeit kein Problem“, meint die Stadtchefin. Auch im Büro von Verkehrslandesrat Udo Landbauer zeigt man sich verwundert: „Die Zählungen in der Region zeigen, dass in den letzten beiden Jahren der Lkw-Transit sogar rückläufig ist.“

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