Weil sich die Beschwerden häuften, greift der Gemeinderat in Oberwart jetzt hart durch: Bewohner des betreuten Wohnens dürfen künftig keine Hunde und Katzen in ihren Wohnungen halten.
Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Haustiere eine außergewöhnliche Fähigkeit besitzen, ihre Besitzer zum Lächeln zu bringen und ihnen ein besonderes Glücksgefühl vermitteln. Genau diese Wirkung hat laut Studien auch einen bedeutenden Einfluss auf ältere Menschen, vor allem auf Demenzkranke.
72 Wohnungen am Dr. Emmerich Gyenge-Platz betroffen
Und genau diese Personengruppe ist es jetzt, die im Betreuten Wohnen in Oberwart künftig auch auf Hund und Katz verzichten muss. Der Oberwarter Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, dass jene 72 Mietwohnungen am Dr. Emmerich Gyenge-Platz nur mehr an Mieter vergeben werden, die sich verpflichten, keine Hunde und Katzen zu halten. „Dieses harte Vorgehen war unsere letzte Möglichkeit, die Probleme in den Griff zu bekommen“, argumentiert Bürgermeister Georg Rosner.
Verschmutzungen und Beschwerden
In der Vergangenheit habe es zahlreiche Beschwerden wegen Verschmutzungen in den öffentlich zugänglichen Bereichen gegeben sowie Ärger über lautes Hundebellen. „Weil die Fluktuation in diesen Wohnungen besonders groß ist, gab es auch oft Unmut bei Wohnungsübergaben, da so manches Haustier seine Spuren hinterlassen hat und die Sanierung viel Geld kostet“, so Rosner.
Verbot gilt nur für neue Mieter
Das Verbot von Hund und Katz ist aber noch nicht alles. Künftig will man auch bei Auswahl der Mieter ganz genau hinsehen. Gab es bis nur eine Altersgrenze für Mieter, so müssen die Bewohner laut neuen Richtlinien mindestens in der ersten Pflegestufe sein. Gültig sind die neuen Richtlinien nur für neue Bewohner. All jene, die aktuell Hunde und Katzen haben, dürfen diese auch weiterhin halten.
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